Jan 112020
 

Liebe Leserinnen und Leser,

es tauchten alle möglichen Ideen in meinem Geist auf und ich überlegte, wie das universelle Bewusstsein, der Moment der Selbsterkenntnis von Ex-Kanzler Helmut Kohl und viele andere Dinge zusammenhängen. Ich war also schon schreiblustig gestimmt, aber es brauchte noch einen Zündfunken, um das Schreiben in Gang zu bringen. Und der Zündfunken kam dann in einem Telefonat mit einem Freund. Bevor wir tiefer einsteigen – kennt Ihr eigentlich schon die Geschichte, wie der deutsche Ex-Kanzler Helmut Kohl zur Selbsterkenntnis kam?

Helmut Kohl sitzt mit seiner Frau Hannelore auf dem Sofa und macht ein Kreuzworträtsel. Und irgendwann fragt er: „Sag Mal Hannelore, ein deutscher Kanzler mit vier Buchstaben, wer könnte das sein?“ Hannelore schaut ihn entgeistert an und sagt: „Aber das bist doch Du!“ Helmut Kohl durchzuckt der Blitz der Selbsterkenntnis und er ruft in seinem pfälzischen Dialekt begeistert aus: „Ja, ja, ja! Des bin ja isch! I S C H sind vier Buchstaben! Subber!“

Jetzt ist es ja immer schön, wenn eine Frau einen Mann inspiriert und der sich inspirieren lässt. Aber ganz besonders schön ist es, wenn ein Mann, wie hier seiner Erkenntnis dann auf seine eigene, individuelle Weise Ausdruck verleiht! 🙂 Und wenn wir diese Geschichte nun in die nonduale, mystische Sichtweise übertragen und verallgemeinern wollten, dann könnten wir durchaus mit einer gewissen Berechtigung sagen: „Wir sind Alle ein Isch!“

Wir merken das nur meistens nicht, dass „wir alle ein Isch sind“, dass es nur ein Subjekt gibt, weil wir meistens in einer dualistischen Sicht auf die Wirklichkeit feststecken. Was ja auch schön und sinnvoll sein kann. Und die Erfahrung der Mystiker, die Welt des Nondualen und des Grenzenlosen wird astrologisch Haus 12, den Fischen und dem Neptun zugeordnet. Und da gibt es nun seit Längerem eine Selbstverwandlung in dieser Dimension. Denn der Neptun steht seit Längerem in den Fischen, also in seinem eigenen Zeichen. Der Neptun und die Fische symbolisieren beiden die Sensibilität, das Grenzenlose, das Nonduale, den Rausch, die Auflösung, das Transzendente usw. Und da könnte man jetzt annehmen, dass Neptun in den Fischen sofort eine Steigerung der Sensibilität und all der anderen oben erwähnten Inhalte mit sich bringt. Aber nach meiner Forschung bedeutet das zuerst einmal eine Ernüchterung!

Wir müssen uns an dieser Stelle klar machen, dass der Neptun in den Fischen eine allgemeine Konstellation ist, die weltweit gilt. Das betrifft also nicht nur ein paar Mystiker und ein paar spirituell interessierte Menschen, sondern in der Tiefe das gesamte kollektive Bewusstsein. Und wenn ein Planet in seinem eigenen Zeichen steht, verwandelt sich das dazu gehörende Prinzip durch sich selbst zu neuen Stufen seiner selbst. Und da die Fische und der Neptun eine auflösende Wirkung haben, bedeutet dies, dass die Erfahrung des Grenzenlosen sich zunächst einmal auflöst und damit die Begrenztheit aller realen Erscheinungen dann umso deutlicher zutage tritt. Das ist die Ernüchterung!

Und diese Ernüchterung erzeugt ein Gefühl der Enge und ein Mangelbewusstsein und das wiederum erzeugt Kämpfe um Terrains und deren Resourcen – und vielleicht auch eine tiefere Reflektion über die begrenzten Aspekte unserer Situation. Jemand sagte ein Mal: „Wer auf einem Planeten mit begrenzten Rohstoffen an grenzenloses quantitatives Wachstum glaubt, ist entweder total durchgeknallt oder Wirtschaftsexperte.“ Dem wäre lediglich noch hinzu zu fügen, dass auch beides gleichzeitig der Fall sein kann. Wir alle sind uns bewusst, dass die Resourcen unseres Planeten begrenzt sind. Und wir haben zunehmend Kämpfe um Resourcen wie Öl, Wasser, Mineralien, Metalle, Holz, Arbeitskräfte, Informationen usw. und auch einen Kampf um das menschliche Bewusstsein durch die Medien, Propaganda aller Art und 5G.

Aber es gibt eine Lösung für den Neptun in den Fischen, wenn wir das Grenzenlose in unserem Inneren erleben und erkennen: „Ja, ja, ja! Des bin ja isch!“ 🙂 Und dann tragen wir die Erkenntnis, dass wir eine Ausdrucksform des grenzenlosen, universellen Bewusstseins sind, durch Liebe und Schönheit in unser Leben, das mit allem Leben verbunden ist. Wenn wir das universelle Bewusstsein als das wirkliche SELBST erleben, wird das irgendwann auch ganz natürlich und schöpferisch in unser Leben einströmen.

Ich hatte erwähnt, dass der „Zündfunke“, also der inspirierende Impuls zu diesem Text in einem Telefonat mit einem Freund auftauchte und das kam so: Dieser Freund ist auch Astrologe und wir waren in Vielem einer Meinung, z. B. darin, dass die Einführung von 5G eine katastrophale Entwicklung ist. Aber er sagte, dass 5G kommen wird und ich meine, dass das durchaus verhindert werden kann. Und um meine Sichtweise zu begründen, erzählte ich ihm folgende Geschichte, die von Rudolf Steiner stammt:

In der spirituellen Welt gab es Mal eine Diskussion von sieben Erzengeln über die Situation der Menschheit. Sechs Erzengel erklärten, dass das Experiment der Götter, den Menschen zu erschaffen, ein Fehlschlag sei, weil der Mensch die Möglichkeit des Bösen ergriffen und sich darin so verstrickt hat, dass seine Rettung undenkbar ist, auch weil er seine Erlösung durch Christus nicht angenommen hat. Und dann kommentiert Steiner seine Erzählung und sagt, dass diese sechs Erzengel Recht hatten. Aber der siebte Erzengel sagte: „Nein! Der Mensch ist göttlich und wird zum Göttlichen erwachen.“ Und Steiner kommentiert, dass dieser siebte Erzengel nicht Recht hatte. Doch dann sagt Rudolf Steiner abschließend: „Aber dieser siebte Erzengel wird sagen, dass der Mensch göttlich ist, bis es wahr wird!“

Und dann hat mein Freund gelacht und sagte: „Schreib doch Mal einen Artikel.“ Das war der „Zündfunke“, der diesen Text in Gang gebracht hat. Und da liegt es nahe, sich einmal ein paar astrologische Gedanken zu diesem siebten Erzengel zu machen. Was ist das also für einer, dieser siebte Erzengel? Die anderen sechs Erzengel sind sich einig: „Menschheit kannze inne Tonne kloppen!“ Aber der Siebte sagt: „Nein! Der Mensch ist göttlich!“ Der nimmt eine individuelle Haltung ein. Er ist ein Nonkonformist und da Rudolf Steiner sagt, dass dieser Erzengel so lange sagen wird: „dass der Mensch göttlich ist, bis es wahr wird!“ müssen wir zwingend annehmen, dass er ein schöpferisches Wesen ist! Denn seine Worte haben schöpferische Kraft und Beharrlichkeit hat er anscheinend auch.

Kleines Rätsel für die astrologischen Fachleute unter uns: Welches Tierkreiszeichen gilt als besonders nonkonformistisch, individuell, schöpferisch und darin beharrlich? Na klar! Das ist der Wassermann und dem entsprechen im Weiteren der Uranus und das 11. Haus.

Das heißt nicht, der siebte Erzengel sei völlig identisch mit Wassermann und Uranus, sondern da liegt eine Entsprechung vor. Und die Astrologie beruht ja im Ganzen auf Entsprechungen, denn sie sagt, dass sich zwölf Grundprinzipien auf allen möglichen Ebenen der Wirklichkeit in entsprechenden Erscheinungen widerspiegeln.

Und da wir gerade bei den Entsprechungen sind, schauen wir uns gleich auch noch an, welche Bilder im Tierkreis als spezifisch zum Wesen des Menschen gehörend angesehen werden können. Aus astrologischer Sicht trägt ja jeder Mensch den ganzen Tierkreis in seinem Horoskop und besteht danach aus den unterschiedlichsten Prinzipien. Es gibt unter den zwölf Tierkreiszeichen vier, die menschliche Bilder als Symbol verwenden und in dem Sinne auf das spezifische Wesen und die Natur des Menschen hinweisen.

Im physischen Quadranten ist das der Zwilling, der den Intellekt symbolisiert. Im seelischen Quadranten ist das die Jungfrau, die die Fähigkeiten zur bewussten Reflexion symbolisiert. Im mentalen Quadranten ist das der Schütze, ein Mischwesen mit menschlichem Kopf und Oberkörper auf dem Leib eines Pferdes, das unsere Fähigkeit zur Erkenntnis symbolisiert. Danach geht Erkenntnis aus einer Verbindung tierischer und menschlicher Anteile hervor. Ihr könnt ja mal versuchen, das jemandem zu erklären, der vor allem rational denkt – viel Spaß!

Das vierte Zeichen mit menschlicher Bildsymbolik finden wir im unpersönlichen Quadranten, den Wassermann, der die Inspiration und die schöpferischen Kräfte symbolisiert. Er steht zwischen den Fischen, die das Zeitlose symbolisieren und dem Steinbock, der das Zeitliche symbolisiert.

Also ist der Mensch im Physischen intellektuell begabt, im Seelischen mit Bewusstheit und Vernunft, im Mentalen mit Erkenntnisfähigkeiten und im Unpersönlichen ist der Mensch mit Inspiration und schöpferischen Kräften begabt. Und im unpersönlichen Quadranten fungiert der Mensch als schöpferischer Mittler zwischen der zeitlosen Dimension der Fische und der zeitlichen Dimension des Steinbocks.

Kurz – der Mensch ist seiner Anlage nach ein bewusstes, schöpferisches Wesen; zumindest nach den menschlichen Bildern im Tierkreis und es trägt ja jeder Mensch alle Zeichen des Tierkreises in sich – nun zurück zum Zeichen des Wassermanns:

Im Wassermann begegnen wir auch dem siebten Erzengel, über den Rudolf Steiner sagt: „Aber dieser siebte Erzengel wird sagen, dass der Mensch göttlich ist, bis es wahr wird!“ Was eine schöpferische Aussage ist. Dieser Erzengel schaut über den Horizont seines Kollektivs hinaus in die Zukunft! Was übrigens ebenfalls typisch Wassermann ist. Er ist weitsichtig, schöpferisch und erscheint deshalb als unvernünftig!

Jemand mit Sonne im Steinbock sagte mir einmal: „Irgendwann beschloss der Mensch, dass er das cleverste Tier auf dem Planeten Erde ist, und das hat ihn schlagartig zum dämlichsten Wesen in der ganzen Galaxis gemacht!“ Das ist zwar etwas holzschnittartig formuliert – klar Sonne Steinbock halt – aber schon eine recht vernünftige Analyse der Lage der Menschheit!

Was der siebte Erzengel sagt, erscheint dagegen unvernünftig. Denn im Moment scheint ja die Menschheit wirklich nicht so besonders göttlich zu sein. „Aber dieser siebte Erzengel wird sagen, dass der Mensch göttlich ist, bis es wahr wird!“ erzählt Rudolf Steiner. Und genau das ist das Schöne am Schöpferischen, nämlich dass es unvernünftig ist.

Vernunft hängt mit „vernehmen“ und „wahrnehmen“ zusammen. Vernunft setzt voraus, dass da schon etwas vorhanden ist, etwas Altes schon Bestehendes, das wir wahrnehmen und an dem wir uns orientieren können. Aber das Schöpferische erschafft Neues und das Neue ist eben per Definition etwas Anderes, als das Alte! Und es gibt Situationen, in denen die einzige vernünftige Lösung tatsächlich darin besteht, schöpferisch etwas Neues hervor zu bringen.

Und in der Astrologie entspricht der Uranus dem Schöpferischen, das aus dem ozeanischen Bewusstsein der Fische neue Inhalte in die zeitgebundene Welt des Steinbocks schöpft. Lasst uns schauen, was uns der Uranus zu sagen hat; der steht ja jetzt bis Frühjahr 2026 im Stier. Kurz vorweg, damit wir das richtig einordnen: Der Wassermann fungiert als Mittler zwischen der grenzenlosen Dimension der Fische, die zeitlos ist und der begrenzten Dimension des Steinbocks, die zeitlich ist. Wir können da folgende Formel aufstellen:

Fische/Neptun = grenzenloser Raum
Wassermann/Uranus = schöpferische Energie
Steinbock/Saturn = begrenzte Form

Das ist jetzt natürlich eine Vereinfachung, die sich in der Wirklichkeit unendlich differenziert, aber als Modell ganz hilfreich ist. Und als Menschen leben wir ALS alle drei Dimensionen! Über den Neptun in den Fischen und die dazu gehörende Krise im Bewusstsein wurde schon Einiges gesagt. Jetzt sollte noch etwas über den Steinbock und den Saturn gesagt werden. Damit wir sehen, zwischen welchen Polen der Uranus steht. Der Saturn steht derzeit noch im Steinbock, der steht also auch in seinem eigenen Zeichen. Und wenn ein Planet in seinem eigenen Zeichen steht, wird das Prinzip selbstreferenziell. Das Prinzip wandelt sich aus sich selbst und durch sich selbst, zu neuen Stufen seiner selbst. Es kommt zu einer Krise und eventuell auch zu einer Transformation.

Jetzt symbolisiert der Steinbock das „Bestimmende“, z. B. den Staat und das Establishment und die drehen sich nun vor allem um sich selbst, anstatt die Nöte und Fragen ihrer Zeit zu beantworten. Und derzeit besteht Saturn/Pluto, die Konstellation symbolisiert u. a. Entwicklungsblockaden, da hat man oft ein superdickes Brett vor dem Kopf und verwechselt das mit der Wirklichkeit. Und da Saturn/Pluto im Steinbock steht, gilt das derzeit halt vor allem für diejenigen, die auf unserem Planeten bestimmend wirken, also für das Establishment. Ich meine also, dass unser planetarisches Establishment derzeit ein ganz besonders dickes Brett vor dem Kopf hat und selbst die aller notwendigsten Entwicklungen blockiert.

Also sieht sich der Wassermann als Mittler zwischen den Fischen und dem Steinbock jetzt auf der einen Seite mit einer planetarischen spirituellen Krise und auf der anderen Seite mit einer planetarischen Krise der irdischen Zivilisation konfrontiert und soll nun schöpferisch intervenieren. Und vielleicht hat sich der Wassermann ja gedacht: „Gut, dann entsende ich halt den Uranus für sieben Jahre in den Stier und der sorgt dann für sozialen Wandel.“ 🙂

Also trägt der Uranus schöpferische Ideen in die sozialen Zusammenhänge – bedingungsloses Grundeinkommen, spirituellen Aktivismus, multikulturelle Kooperation, alternative Medien, Achtsamkeit in Unternehmen, alternative Energien, globaler Widerstand gegen 5G usw. Alles was die bisherigen sozialen Grenzen und Unterschiede aufhebt und überschreitet und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit verwandelt, kann mit dem Uranus im Stier assoziiert werden. Wir leben also in einer spirituellen Krise, einer Krise unserer Zivilisation und in einer Phase des sozialen Wandels, in dem sich auch unsere bisherigen Werte verwandeln.

Übrigens – das Beste kommt erst noch!

Das sagte mir kürzlich eine gute Freundin und diese weitsichtige, kluge Freundin hat astrologisch gesehen die Sonne…? Ratet Mal! Na klar, die hat die Sonne im Wassermann!

In diesem Sinne uns Allen Alles Gute in 2020
Möge der siebte Erzengel mit uns sein

Herzlich – Vincento

 11. Januar 2020  Veröffentlicht von um 21:08  Allgemein, Astrologie, Metaastrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , ,  4 Antworten »
Mrz 092019
 

Chirons endgültiger Eintritt in den Widder war am 18.2.2019 und der Chiron wird nun ungefähr 50 Jahre brauchen, um den Tierkreis ein Mal zu umrunden. Anlass genug, sich einmal eingehend mit dem Chiron zu beschäftigen. Chirons Umlaufbahn verbindet die Umlaufbahnen von Saturn und Uranus. Er ist danach astrologisch gesehen ein Vermittler zwischen dem kollektiven Bewusstsein im Sinne des Saturns und dem schöpferischen, individuellen Bewusstsein im Sinne des Uranus. Was ist damit gemeint?

Saturn will das Alte erhalten, Uranus will das Neue ermöglichen
und Chiron will Beides verbinden.

Das kollektive Bewusstsein des Saturns bezieht sich auf das, was in der Vergangenheit aufgebaut wurde und nun als allgemein akzeptierte Realität gegeben ist. Das individuelle, schöpferische Bewusstsein im Sinne des Uranus bezieht sich auf das, was aus dem Ozean aller Möglichkeiten, also aus dem Neptun heraus, zur Wirklichkeit werden könnte. Chiron verbindet zwischen realen Gegebenheiten und schöpferischen Möglichkeiten.

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Nov 192018
 

Planetarisierung des Bewusstseins
Emanzipation des Individuums

Astrologie und Alchemie gehören zu den ältesten Künsten auf dem Planeten Erde und verhalten sich zueinander wie Theorie und Praxis. Wir gehen durch eine Phase der Verwandlung, wie sie die Menschheit noch nie erlebt hat! Wir sind dabei, eine globale, planetarische Kultur zu entwickeln. Alle bisherigen Strukturen, die dieser Perspektive nicht genügen, geraten dabei in die Krise.

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Mrz 312018
 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich interessiere mich für Euer Feedback zu zwei aktuellen astrologischen Konstellationen: Mars/Saturn/Orcus wird am späten Nachmittag des 2.4.2018 exakt und ist bis dahin in seinen Erscheinungen noch gut zu beobachten. Danach lässt die Energie der Konstellation nach, weil sich der Mars weiter bewegt.

Mars/Saturn symbolisiert, wie bereits dargestellt, die Spannung zwischen Antrieb und Impuls einerseits und Blockaden und Hemmungen andererseits. Dieser Aspekt ist gut erforscht, typische Erscheinungen sind Erschöpfungszustände, Überlastungen, zwischenmenschliche Konflikte – oft mit Autoritäten – aggressives Verhalten usw. Diese Konstellation wird am Besten dadurch gelöst, dass man sich sehr bewusst und vorsichtig in kleinen Schritten bewegt.

Dazu kommt ein Trigon vom Orcus zu Mars und Saturn – einem Himmelskörper, dessen Bedeutung noch relativ wenig erforscht ist, weil er erst 2004 entdeckt wurde – so dass zusätzlich Saturn/Orcus und Mars/Orcus bestehen.

Saturn/Orcus scheint, wie schon erwähnt, auf der politischen Ebene die Erscheinung traditioneller und überholter Maßstäbe zu symbolisieren, die populistisch propagiert werden. Häufige Schlüsselaussagen sind, dass „früher als besser war“ und dass „wir wir sind und unseren eigenen Weg gehen“. Diese Erscheinungen lassen sich in der aktuellen Weltpolitik vielerorts beobachten. Auf der persönlichen Ebene bedeutet dieser Aspekt analog dazu die Orientierung an der Vergangenheit, vorzugsweise an Phasen, in denen man öffentlich oder in Beziehungen Zustimmung erfuhr. Bei dieser Konstellation ist es zur Lösung notwendig, dass man aus dem Zeitlosen, Grenzenlosen, Unsichtbaren neue Glück und Erfolg ermöglichende kooperative Konzepte auftauchen lässt, die in der Gegenwart mit Erfahrungen von Freude und Weite verbunden sind. Man braucht also keine Nostalgie, sondern Intuition.

Randbemerkung: Saturn/Orcus wird uns noch länger beschäftigen – die Mars-Aspekte lösen sich ab dem 2.4.2018 wieder auf.

Über Mars/Orcus habe ich bisher fast nichts geschrieben. Nach meinen Beobachtungen in den letzten Tagen scheint auch dieser Aspekt einen starken Bezug zur Vergangenheit zu haben. Aber hier besteht von vorneherein der Impuls, sich aus der Vergangenheit befreien zu wollen. Anscheinend geschieht dies u. a. dadurch, dass ruckartig und scharf Erinnerungen ins Bewusstsein drängen, die mit Wut, Schmerz und Ärger verbunden sind. Auffällig ist, dass diese Momente der Erinnerung aus sehr tiefen Schichten auftauchen, z. B. aus lange vergangenen Zeiten und kurz aufflammen. Die Energie unangenehmer Erinnerungen wird im Bewusstsein „abgefackelt“ – es folgt eine kurze Pause und dann kommt eventuell schon die nächste Erinnerung. Soweit ich sehe gilt es, dies als einen Reinigungs- und Befreiungsvorgang zu begrüßen, bzw. zu erlauben und die Bindung an die einzelnen Personen, an die man sich während diesem Vorgang erinnert, nicht festzuhalten oder durch inneres oder äußeres Beschuldigen dieser Personen aufrecht zu erhalten. Es geht darum zu erlauben, dass sich die Tiefenströmung der Unterbewussten auf diesem Weg aus sich selbst und durch sich selbst verwandeln kann.

Ich interessiere mich für Euer Feedback zu Saturn/Orcus und Mars/Orcus. Das kann meine Forschung unterstützen. Dankeschön im Voraus.

Alles Gute – Vincento

 31. März 2018  Veröffentlicht von um 14:30  Allgemein, Astrologie, Metaastrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , ,  4 Antworten »
Mrz 182018
 

Derzeit läuft der Mars auf den Saturn zu. Je nachdem wie das individuelle Geburtshoroskop aussieht, können sich in dieser Zeit Mars und Saturn in ein und demselben Erfahrungsbereich manifestieren. So dass der Mars als Impuls, Energie und Antrieb auf den Saturn als Blockade oder Hemmung trifft. Das kann Spannungen und Konflikte bringen. Anstatt die Dinge „übers Knie zu brechen“ oder „mit dem Kopf durch die Wand zu wollen“, gilt es, sich feinfühlig und achtsam zu bewegen. Es ist wichtig, sensibel zu erspüren, wann es Zeit zum Handeln und wann es Zeit zum Innehalten ist. Die Konstellation kann anstrengend sein und läuft schon eine ganze Weile. Kann also sein, dass man ziemlich erschöpft ist und sich in Ruhe erholen sollte. Die Konstellation erreicht am 2.4.2018 ihren Höhepunkt, danach wird ihre Wirkung spürbar nachlassen.

Wie immer Alles Gute
Vincento

 18. März 2018  Veröffentlicht von um 17:47  Allgemein, Astrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: ,  5 Antworten »
Mrz 052018
 

Obsidian aus schwarzem vulkanischem Glas

Bei Orcus-Problemen hat sich eine alchemistische Essenz aus Obsidian als hilfreich erwiesen*

Derzeit ist Mars/Saturn/Orcus gegeben. Mars/Saturn ist für sich allein schon eine Konstellation, wo unsere Energie auf erhebliche Hindernisse stoßen kann. Da will man manchmal am liebsten Alles hinschmeißen. Der Mars löst die Dinge gerne mit impulsivem Schwung, aber der Saturn bremst diese Bewegung. Da ist es wichtig, nicht zu resignieren, sondern nachgiebig und beweglich zu bleiben und sich in Übereinstimmung mit dem eigenen Empfinden Schrittchen für Schrittchen voran zu bewegen.

Saturn steht im Steinbock, das ist ein Bild für die „Neubestimmung des Bestimmenden“, zurzeit sichtbar z. B. in den Regierungsbildungen in Italien und Deutschland. Was bei Mars/Saturn mit Schwierigkeiten und Stockungen einher geht.

„Neubestimmung“? Echt jetzt?

Nö, nicht wirklich. Leider.

Denn da mischt auch noch der Orcus mit, der im Trigon zu Saturn steht. Da greifen alte, traditionelle Ordnungsmuster in das soziale Leben ein, mit der Konsequenz, dass es zu existenziellen Überforderungen und Lähmungserscheinungen kommen kann.

Saturn/Orcus kann z. B. in der Gestalt vom „Zombie-Politikern“ auftauchen, die einem die politischen Fehler alter Zeiten als zeitgemäße Lösungen für das 21. Jahrhundert verkaufen wollen. Die Medien sind voll von Berichten über die Fehlleistungen solcher Leute.

Alte Strukturen zu erhalten, vernünftig zu sein und weiter zu funktionieren, mag manchmal notwendig sein – hilft aber nur oberflächlich und kurzfristig, wenn so viele neue Fragen und Herausforderungen auftauchen wie in unserer Zeit. Gebraucht werden neue Orientierungen, die bei einer wohlwollenden geistigen Offenheit gegenüber dem GANZEN aus dem inneren, intuitiven Raum auftauchen können.

Mars/Orcus ist auch gegeben. Das schafft ein deutliches Empfinden dafür, dass bisherige Ordnungen untergehen, verbunden mit einer merkwürdigen Mischung aus Aufbruchstimmung und Lähmung. Letztlich erlebt sich der Einzelne bei dieser Konstellation oft als auf sich selbst zurückgeworfen. Hier helfen Mitgefühl, Liebe und schöpferischer Einfallsreichtum.

 

Soweit mal für heute
Habt es Alle gut
Vincento

 

PS: Die eingangs erwähnte Obsidian-Essenz und andere alchemistische Essenzen gibt es hierallesgesunde.de 

 5. März 2018  Veröffentlicht von um 18:17  Astrologie, Metaastrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , ,  10 Antworten »
Dez 282017
 

 

Wenn in einem Ameisenhaufen auch nur eine einzige Ameise in ihrem Verhalten selbstbestimmt wird, verändert das den ganzen Ameisenhaufen.

 

Die Wintersonnenwende 2017/18 zeigt, welche astrologischen Bilder in den 12 Monaten ab dem 21.12.2017 bestimmend werden. Im Vordergrund steht bei Mars im Skorpion, dass Energie systemisch wirksam wird. Es können „Dominoeffekte“ entstehen. Idealerweise ist man sich bei dieser Konstellation seiner Motivation sehr bewusst. Denn hier kann schon ein einzelner Impuls viel ins Rollen bringen.

Bei Pluto im Steinbock ist anzunehmen, dass sich auf der kollektiven Ebene die Aufhebung unserer bisherigen Vorstellungen fortsetzen wird. Das ist eine seit dem Bankencrash von 2008 wirksame globale Ent-Täuschungskonstellation, die erfordert, dass wir uns in uns selbst und unseren eigenen schöpferischen Möglichkeiten zentrieren. Wenn in einem Ameisenhaufen auch nur eine einzige Ameise in ihrem Verhalten selbstbestimmt wird, verändert das den ganzen Ameisenhaufen.

Passend dazu ergibt sich mit Saturn im Steinbock eine Konstellation für Selbstbestimmung. Saturn, Steinbock und Haus 10 symbolisieren das Prinzip der Bestimmung. Bei Saturn im Steinbock oder in Haus 10 wandelt sich dieses Prinzip aus sich selbst, durch sich selbst zu neuen Stufen seiner Selbst. Die bisherige Bestimmung wird aufgehoben und es ergibt sich die Chance zur Neu- und Selbstbestimmung.

Bei Sonne auf 0° Steinbock wird eben dies zur Verhaltens- und Ausdrucksform und so münden letztlich alle weiteren astrologisch gegebenen Inhalte in der Frage, ob man sich wandeln, oder so weiterleben möchte wie bisher. Da der neue Mondknoten im Löwen steht und sich deshalb nur so verwirklichen kann, wie es die Sonne auf 0° Steinbock erlaubt, liegt es nahe in die Selbstbestimmung zu gehen, wenn man sich entwickeln möchte.

Ergebnis und Bedeutung liegen bei Venus im Schützen und Jupiter im Skorpion in der Erweiterung unserer Denk- und Begegnungsfähigkeit und in der Bildung von Gemeinschaften geistig Gleichgesinnter.

Viel Glück in 2018
Vincento

 28. Dezember 2017  Veröffentlicht von um 13:43  Allgemein, Astrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , , , , , ,  2 Antworten »
Jun 302017
 

Liebe Leserinnen und Leser,

hier geht es um eine Revolution in der Astrologie. Seit mir am 15.3.1995 die Idee zu den „metaastrologischen Schlüsselbilden“ einfiel, habe ich diese Idee als ein Geschenk empfunden, das mir gegeben wurde, um es weiter zu geben. Also publiziere ich hier das Quellenmaterial und die Methoden der „metaastrologischen Schlüsselbilder“, – wie ich meine Entdeckung nenne – so dass auch andere Astrologinnen und Astrologen damit arbeiten können.

Die Grundidee ist Folgende: Wenn ein neuer Planet endeckt wird und man ein Horoskop auf den Moment seiner Entdeckung macht, dann zeigt dieses Horoskop die Bedeutung dieses Planeten für die ganze Menschheit. Denn die Entdeckung eines neuen Planeten ist ja wie eine Begegnung dieses Planeten mit der gesamten Menschheit, die in dem Fall durch den einzelnen Menschen repräsentiert wird, der den neuen Planeten entdeckt.

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Apr 102017
 

Venus wieder direktläufig

Am 15.4.2017 wird die rückläufige Venus in den Fischen um 12:18 MET/S wieder direktläufig

Die rückläufige Venus in den Fischen bildet am Samstag den 15.4.2017 eine enge Konjunktion mit Chiron und wird ab 12:18 MET/S wieder direkt läufig. Gleichzeitig bildet Saturn in Konjunktion mit dem Galaktischen Zentrum (GZ) ein Quadrat dazu. Diese Gruppe von astrologischen Konstellationen ist jetzt schon spürbar und ziemlich anspruchsvoll. Deshalb gibt es hier ein paar Informationen und Empfehlungen dazu. Es handelt sich um allgemeine Konstellationen, die sich je nach dem individuellen Geburtshoroskop sehr unterschiedlich bemerkbar machen können.

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Feb 252017
 

Das Galaktische Zentrum im Aspekt zum Saturn – GZ/Saturn – kann historisch bedeutsam sein, da dem Saturn astrologisch auch der Staat zugeordnet wird. Saturn gilt astrologisch als Symbol für allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten im Diesseits, wie z. B. die Zeit und die Naturgesetze. Auf der sozialen Ebene entspricht er nach meiner Forschung den jeweils vorherrschenden kollektiven Vorstellungen und deren Spiegelung in den sozialen Strukturen. Dort erscheint der Saturn dann als die jeweilige, allgemein gültige weltanschauliche und politische Ordnung. Aber diese Erscheinungsformen des Saturns sind relativ. Kollektive Vorstellungen können sich wandeln, sonst würden heute noch alle glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Und astronomisch gesehen ist der Saturn im Verhältnis zum GZ nur ein Staubkorn. Was das GZ astrologisch gesehen bedeutet, wird immer noch erforscht, auch hier in diesem Text.

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