Mrz 312018
 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich interessiere mich für Euer Feedback zu zwei aktuellen astrologischen Konstellationen: Mars/Saturn/Orcus wird am späten Nachmittag des 2.4.2018 exakt und ist bis dahin in seinen Erscheinungen noch gut zu beobachten. Danach lässt die Energie der Konstellation nach, weil sich der Mars weiter bewegt.

Mars/Saturn symbolisiert, wie bereits dargestellt, die Spannung zwischen Antrieb und Impuls einerseits und Blockaden und Hemmungen andererseits. Dieser Aspekt ist gut erforscht, typische Erscheinungen sind Erschöpfungszustände, Überlastungen, zwischenmenschliche Konflikte – oft mit Autoritäten – aggressives Verhalten usw. Diese Konstellation wird am Besten dadurch gelöst, dass man sich sehr bewusst und vorsichtig in kleinen Schritten bewegt.

Dazu kommt ein Trigon zum Orcus zu Mars und Saturn – einem Himmelskörper, dessen Bedeutung noch relativ wenig erforscht ist, weil er erst 2004 entdeckt wurde – so dass zusätzlich Saturn/Orcus und Mars/Orcus bestehen.

Saturn/Orcus scheint, wie schon erwähnt, auf der politischen Ebene die Erscheinung traditioneller und überholter Maßstäbe zu symbolisieren, die populistisch propagiert werden. Häufige Schlüsselaussagen sind, dass „früher als besser war“ und dass „wir wir sind und unseren eigenen Weg gehen“. Diese Erscheinungen lassen sich in der aktuellen Weltpolitik vielerorts beobachten. Auf der persönlichen Ebene bedeutet dieser Aspekt analog dazu die Orientierung an der Vergangenheit, vorzugsweise an Phasen, in denen man öffentlich oder in Beziehungen Zustimmung erfuhr. Bei dieser Konstellation ist es zur Lösung notwendig, dass man aus dem Zeitlosen, Grenzenlosen, Unsichtbaren neue Glück und Erfolg ermöglichende kooperative Konzepte auftauchen lässt, die in der Gegenwart mit Erfahrungen von Freude und Weite verbunden sind. Man braucht also keine Nostalgie, sondern Intuition.

Randbemerkung: Saturn/Orcus wird uns noch länger beschäftigen – die Mars-Aspekte lösen sich ab dem 2.4.2018 wieder auf.

Über Mars/Orcus habe ich bisher fast nichts geschrieben. Nach meinen Beobachtungen in den letzten Tagen scheint auch dieser Aspekt einen starken Bezug zur Vergangenheit zu haben. Aber hier besteht von vorneherein der Impuls, sich aus der Vergangenheit befreien zu wollen. Anscheinend geschieht dies u. a. dadurch, dass ruckartig und scharf Erinnerungen ins Bewusstsein drängen, die mit Wut, Schmerz und Ärger verbunden sind. Auffällig ist, dass diese Momente der Erinnerung aus sehr tiefen Schichten auftauchen, z. B. aus lange vergangenen Zeiten und kurz aufflammen. Die Energie unangenehmer Erinnerungen wird im Bewusstsein „abgefackelt“ – kurze Pause und dann kommt eventuell schon die nächste Erinnerung. Soweit ich sehe gilt es, dies als einen Reinigungs- und Befreiungsvorgang zu begrüßen, bzw. zu erlauben und die Bindung an die einzelnen Personen, an die man sich während diesem Vorgang erinnert, nicht festzuhalten oder durch inneres oder äußeres Beschuldigen dieser Personen aufrecht zu erhalten. Es geht darum zu erlauben, dass sich die Tiefenströmung der Unterbewussten auf diesem Weg aus sich selbst und durch sich selbst verwandeln kann.

Ich interessiere mich für Euer Feedback zu Saturn/Orcus und Mars/Orcus. Das kann meine Forschung unterstützen. Dankeschön im Voraus.

Alles Gute – Vincento

 31. März 2018  Veröffentlicht von um 14:30  Allgemein, Astrologie, Metaastrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , ,  Kommentieren

  3 Antworten zu “Fragen und Nachträge zu Mars/Saturn/Orcus”

  1. Hallo Vinzent,
    seit einigen Wochen beschäftige ich mich sehr intersiv mit dem Thema „Kinder und Enkel der Kriegsgeneration“.
    Das Thema hat mich regelrecht angesprungen und bewegt mich sehr tief…(mein Vater ist ein Kriegsflüchtlingskind und hat den Bombenhagel auf Dresden im Februar 1945 knapp überlebt und ist dann zwei Monate zu Fuss mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach Wesel geflüchtet).
    Bei dem Thema geht es um das Vererben von Kriegstraumata an die nachfolgenden Generationen und dessen Spuren, welche sie über Generationen in einer Familie hinterlassen können.
    Unter anderem können in unserer Generation (ich bin 1965 geboren) und der unserer Kinder u.a. unerklärliche Ängste, Trauer und ein Gefühl von Einsamkeit vorhanden sein, welche übernommen wurden (Buchtipp: Kriegserbe in der Seele).
    Vielleicht hat das ganze Thema auch mit dem Aspekt zu tun?
    Kommt jedenfalls richtig was in Bewegung…und hatte mich auch die letzten Wochen gefragt, warum mich das Thema jetzt so tief geht berührt…ich stand vorher nie sehr tief in Resonanz mit dem Thema…

    Andrea

    • Hi Andrea,

      das könnte tatsächlich mit dem Orcus zusammenhängen. Falls der Orcus in irgendeinem exakten Aspekt zu einem Deiner Planeten in der Radix steht, – derzeit steht der Orcus auf ca. 8,5° Jungfrau – ist vor Allem eines wichtig zu wissen und zu verstehen. Der Orcus symbolisiert – zumindest nach der bisherigen Forschung – immer auch kollektive Inhalte. Natürlich beeinflusst immer Alles Alles. Aber der Orcus zeigt eben üblicherweise solche Themen und Inhalte an, wo mehr kollektives an Schmerz und Ungelöstem als üblich in unserer Erfahrung auftaucht. Sich das anzuschauen, kann Vieles lösen. Vielleicht auch für andere. Aber mit solchen Inhalten sollte man sich nicht identifizieren! Sonst nehmen Belastung und Unbewusstheit eventuell erheblich zu.

      Herzlichen Gruß
      Vincento

      • Hallo Vincento,

        vielen Dank für Deine Antwort.
        Ja, das scheint ein kollektives Thema zu sein, welches noch vor ca. 10 Jahre keinerelei Rolle spielte.
        Interessanterweise gab es in den letzten Wochen Fernsehbeiträge, Radiosendungen und Zeitungsartikel genau zu dem Thema. Ich denke, dass unsere Generation sich da einiges an Reinigungsarbeit vornehmen will.
        Aber was genau meinst du mit: “ …mit solchen Inhalten nicht identifizieren“?
        Das scheint ein wichtiger Hinweis zu sein…kannst Du das bitte noch mal kurz erläutern, wie Du das speziell siehst?

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