Okt 132016
 

Die Galaxie M49 wurde am 19.2.1771 um 02:13:32 Weltzeit durch den französischen Astronomen Charles Messier in Paris in Frankreich entdeckt. Das Entdeckungshoroskop von M49 wurde durch die Astrologin Birgit Braun recherchiert. So wie die Sonne das Zentrum unseres Sonnensystems bildet, bildet das Galaktische Zentrum (GZ) das Zentrum unserer Galaxis und ist so betrachtet ein energetisches Zentrum höherer Ordnung als unsere Sonne. Jenseits dessen liegt ein energetisches Zentrum noch höherer Ordnung. Weiterlesen »

Jun 072014
 

Jupiter-Neptun exakt 11.6.2014

Jupiter/Neptun Exaktheit
am 11.6.2014 um 04:00:25 GMT

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Tage bilden Jupiter und Neptun eine sehr interessante Figur* die am 11.6.2014 exakt wird und auch noch in den folgenden Tagen spürbar bleiben wird. (Sternchen* verweisen jeweils auf technische Erklärungen weiter unten.) Manchen wird dazu vielleicht einfallen, dass einen Tag später am 12.6.2014 die Fußball-WM in Brasilien beginnt. Was durchaus passt, denn Jupiter/Neptun ist oft bei Menschen zu finden, die viel gereist sind und/oder Vorfahren aus mehreren Kulturen haben. Jupiter/Neptun ist also multikulturell und die Fußball-WM ist ja ein multikulturelles Ereignis. Und Jupiter/Neptun symbolisiert noch viel mehr. *Jupiter und Neptun bilden ein Trioktil (135°-Aspekt), einen Spiegelpunktaspekt über 15° Stier und eine Halbsumme in deren Mitte die Venus steht – siehe die rote Figur in der obigen Grafik.  Weiterlesen »

Mai 192013
 

Neptun und Chiron werden noch bis April 2018 gemeinsam in den Fischen stehen. Die Distanz zwischen den beiden ist zwar zu groß für eine Konjunktion, aber da beide in den Fischen stehend unter die Herrschaft des Neptuns fallen, gibt es dennoch eine Verbindung zwischen Neptun und Chiron.

Neptun symbolisiert den offenen, grenzenlosen, raumartigen Aspekt unserer Bewusstheit, der uns nicht bewusst ist, solange wir unsere Aufmerksamkeit auf die Inhalte unserer Bewusstheit und nicht auf die Bewusstheit selbst richten. Mitgefühl und Intuition sind die spontanen Ausdrucksformen dieser offenen Bewusstheit. Neptun kann entgrenzend und auflösend wirken. Bei Neptun in Haus 12 oder den Fischen entsteht eine Phase der Ernüchterung. Das Grenzenlose löst sich auf, die Begrenztheit der konkreten Erscheinungen und des irdischen Lebens tritt umso deutlicher hervor. Egal was wir im Diesseits auch erobern oder erreichen können, es wird wie alles Diesseitige nur von begrenzter Dauer sein. Dieser Krise, die irgendwann jedes Bewusstsein erreicht, wohnt eine Chance inne. Denn in dieser Krise kann man lernen zu lieben, einfach nur, um zu lieben und dadurch das Grenzenlose aus dem eigenen Wesen heraus neu gebären. Der Schlüssel zu dieser Konstellation besteht darin, durch seine eigene Wahrhaftigkeit und Liebe das Grenzenlose neu zu gebären. Dies bedeutet, wahrhaftig zu sein, um wahrhaftig zu sein und zu lieben um zu lieben.

Bei Chiron in Haus 12 oder in den Fischen kann man ganz bewusst sich SELBST begegnen und mit sich SELBST in Gemeinschaft sein. Mit anderen Worten, man kann sich der Tatsache bewusst werden, dass man Bewusstheit und insofern grenzenlos ist. Als Folge dessen lassen sich alle geistigen Konzepte spielerisch handhaben und überschreiten. Mystiker, Evolutionsagenten und spirituelle Lehrer wie Osho, der Dalai Lama, Werner Erhard und Samarpan haben diese Konstellation in ihrem Horoskop. Hier bleibt nur noch ein letzter Schritt zu tun, nämlich sich rückhaltlos auch für die grenzenlose Bewusstheit „da draußen“ zu öffnen, sie seelisch in sich auf zu nehmen und zu erkennen, dass die Bewusstheit, die man selbst ist und die Bewusstheit „da draußen“ letztlich aus ein und derselben „Substanz“, nämlich aus bewusster Liebe besteht.

Neptun/Chiron-Verbindungen symbolisieren die völlig vorurteilslose seelische Anteilnahme an allem was lebt und die Chance, alle vom Bewusstsein fabrizierten Vorstellungen als Täuschungen zu erkennen. Damit wird ein unendlicher und schöpferischer Freiraum zugänglich. Aber noch ist die Reise nicht zu Ende, – denn an diesem Punkt beginnt das Spiel der Buddha-Aktivität – wie Chögyam Trungpa einmal sinngemäß formulierte. Also gehen Sie nicht ins Nirvana, sondern bleiben Sie hier – oder um es in den Worten des einzigartigen Karl Valentin zu sagen: „Sie bleiben hier und zwar sofort!“ Wenn Sie hier bleiben und Ihrer Anteilnahme an allem was lebt, Ausdruck zu verleihen, öffnet sich im Diesseits das Tor zu einer vollkommen anderen Daseinsdimension.

Es geht also bei Neptun und Chiron in den Fischen darum, sich selbst und die Wirklichkeit als Ausdruck grenzenloser Bewusstheit zu erfahren und entsprechend zu handeln.

Mrz 232013
 

Eine Art und Weise in der die Urwirklichkeit in unserer Bewusstheit auftauchen kann, ist der „heilige Blick“. Eines Abends kamen wir zusammen aus dem Ashram in Poona von einem Darshan mit Osho, der sich damals noch Bhagwan nannte und gingen in der laut belebten Dunkelheit durch den Koregaon Park. Wir kamen an einen Teeausschank und tranken Chai aus Schwarztee, Milch, Zucker und Gewürzen. Dort lag neben der Straße ein Abfallhaufen aus verwelkten Blättern und Blüten, Orangen- und Eierschalen, ausgekochten Teeblättern, Steinen, Erde und Staub. Sein Anblick nahm mich so gefangen, er erschien mir als so unendlich schön, dass ich für viele, viele zeitlose Augenblicke staunend in Ekstase wie angewurzelt dastand und in reines Sehen verwandelt wurde.

Einige Jahre später hörte ich den deutschen Zeichner Horst Jansen einmal sinngemäß in einem Interview sagen: „Um Künstler zu sein, brauchen Sie die ästhetische Urerfahrung. Sie müssen die Schönheit eines Abfallhaufens sehen können.“ Er benutzte tatsächlich das Beispiel des Abfallhaufens und ich war fasziniert von dieser Gemeinsamkeit. Andy Warhol formulierte: „Alles ist hübsch.“ Und der tibetische Dzogchenmeister Sogyal Rinpoche erklärte einmal, dass es einen Zustand gibt, in dem wir Alles als perfekt und schön erleben, dass Künstler manchmal spontan in diesen Zustand kommen und dass die tibetischen Tantriker diesen Zustand als den „heiligen Blick“ bezeichnen. Der heilige Blick ist nicht auf ästhetisches Erleben beschränkt. Der tibetische Mystiker Longchenpa, der wie Sogyal Rinpoche aus der Linie von Padmasambhava kommt schrieb:

„Dies ist die Magie des unbegrenzten Mitgefühls und solange die Welt existiert, wird dessen charismatische Aktivität niemals enden. Und so kommen aus dieser Dimension die verschiedensten Verkörperungen und Träger von Bedeutung und erscheinen auch in der Form von Gemälden, Reliefbildern, Naturmonumenten, Schriften, Orten der Anbetung, Lotosblumen, Fruchtbäumen, Parks, eleganten Häusern, Vergnügungshainen, Karawansereien, Schiffen, Brücken, Lampen, Juwelen, Nahrungs- und Transportmitteln, Kleidern und so weiter. In all diesen materiellen Formen, die uns auf verschiedenste Weise helfen, ist der Lehrer anwesend.“

Longchenpa, dessen Name in ungefähr „grenzenlose Weite“ bedeutet, eröffnet uns hier eine enorm weite Sicht und sagt uns, dass das, was wir als den „Lehrer“, „Guru“ oder auch als „Evolutionsagenten“ bezeichnen, ein universelles Prinzip und überall anwesend ist. Dieser Text hat mich über Jahre begleitet und bewegt.

Irgendwann begann ich mich mit dem Chiron zu beschäftigen, einem merkwürdigen kleinen Himmelskörper, der von den Astronomen bis heute nicht ganz eindeutig kategorisiert werden konnte. Nach seinem Entdeckungshoroskop symbolisiert Chiron in der Astrologie die Qualitäten von „Lehrern, Heilern und Evolutionsagenten“. Wenn ich von „Lehrern, Heilern und Evolutionsagenten“ spreche, meine ich Wirklichkeiten, die geeignet sind die Evolution des Bewusstseins voran zu bringen, egal ob es sich dabei um Menschen, Organisationen, Situationen, materielle Objekte oder sonst etwas handelt. Ich habe mir also ein wenig die Sichtweise von Longchenpa zu eigen gemacht, wonach „der Lehrer“ potentiell in allem anwesend sein kann. Das meine ich mit dem Begriff des „universellen Gurus“.