Feb 052019
 

Es ist für mich nicht ganz leicht und paradoxerweise zugleich ganz besonders schön, über den Uranus und sein Zeichen, den Wassermann zu schreiben. Erstens weil mir als jemandem der die Sonne im Wassermann hat, sehr viel dazu einfällt und meine Sichtweise auf das Thema natürlich ziemlich subjektiv ist, und zweitens weil sich der Uranus jenseits der sogenannten „Realität“ im Wirklichen bewegt.

Aus der Perspektive des Uranus betrachtet ist die sogenannte „Realität“ nur ein Teil der Wirklichkeit. „Realität“ ist das Ergebnis kollektiver Vorstellungen über die Wirklichkeit (inklusive kollektiver Wahnvorstellungen) und insofern nur ein Ausschnitt der Wirklichkeit, der zum Teil auch noch trügerischer Natur ist. Was wir als „Realität“ bezeichnen, wird vom geistigen Mainstream, von kollektiven Vorstellungen erzeugt, die dem Saturn unterstehen und der Uranus bewegt sich jenseits davon. Seine Wirkungen reichen zwar auch in den Teilbereich der Wirklichkeit hinein, der als „Realität“ bezeichnet wird. Er ist aber mit den realitätsbezogenen Denk- und Sprachformen nur schwer zu erfassen und zu beschreiben.

Der Uranus kommuniziert aber dennoch und erscheint dann typischerweise in Kunstformen wie Surrealismus und Science Fiction, die uns einen Ausblick auf das eröffnen, was jenseits der Grenzen der konventionellen Realität liegt. Einer der ersten Science Fiction Autoren überhaupt war der Wassermann Jules Verne. Viele der Dinge über die er schrieb wurden Jahre später konkret realisiert, wie z. B. Rolltreppen oder der Flug zum Mond. Jules Verne hat in seinen Zukunftsromanen die Grenzen der Zeitwahrnehmung aufgehoben. Andere typische Wassermann Autoren sind E. T. A. Hoffmann und Lewis Carroll, in deren Werken die Unterschiede zwischen Hochkultur und Popkultur aufgehoben wurden; und Virginia Wolf, die in ihrem Buch „Orlando“ die konventionellen Zeitmaße und Geschlechtsunterschiede aufgehoben hat. Die Hauptfigur Orlando lebt mehrere Jahrhunderte lang mal als Frau und mal als Mann. Genau das gilt als typisch für den Wassermann und den Uranus, dass sie bisherige Unterschiede, Maßstäbe, Regeln und Grenzen aufheben.1* So fällt z. B. der Karneval dazu passend oft in die Zeit, wenn die Sonne durch den Wassermann läuft, und im Karneval werden ja die sonst allgemein gültigen Verhaltensregeln aufgehoben.

Der Karneval ist ein Paradox. Auch Paradoxien sind typische Erscheinungen des Prinzips von Wassermann und Uranus. Wenn kein Karneval ist, laufen wir als die Verkörperung von Vorstellungen herum. Von Vorstellungen, die wir über uns selber haben, Vorstellungen über uns, die wir von Anderen übernommen haben, Vorstellungen davon, wie wir gerne gesehen werden möchten usw. Dieses Bündel an Vorstellungen wird von Mystikern und Psychologen als „Ego“ oder „mentales Selbstbild“ bezeichnet. Und es handelt sich dabei ja um Vorstellungen, also um etwas Geistiges. Und solange wir uns mit Vorstellungen identifizieren, leben wir nicht das wirkliche LEBEN das wir sind, sondern Vorstellungen davon. Insofern ähneln wir Geistern, Zombies oder Gespenstern und tragen eine Maske, die unsere lebendige Wirklichkeit verdeckt. Und das Paradox des Karnevals besteht nun darin, dass wir beim Karneval Masken tragen und zwar um die Masken, die wir sonst die ganze Zeit tragen, endlich einmal fallen lassen zu können. Und nach dieser erfrischenden Befreiung von den sonst üblichen Verhaltensregeln schaffen wir es dann wieder leichter, unsere sozial diktierten Rollen weiter zu spielen.

Das bisher Gesagte bezieht sich auf die Bedeutung des Wassermanns im Kontrast zum Mainstream und damit auf die kulturelle und gesellschaftliche Dimension. Alle Zeichen im Tierkreis können im Hinblick auf ihre gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung verstanden werden: Aber sie gehen in ihrer Gesamtbedeutung als kosmische Prinzipien natürlich weit darüber hinaus. Wir können den Wassermann als kosmisches Prinzip besser verstehen, wenn wir ihn in seinem unmittelbaren Zusammenhang im Tierkreis sehen.

Der Steinbock, der im Tierkreis vor dem Wassermann kommt, symbolisiert das kollektive Bewusstsein, dessen Maßstäbe und Grenzen und wird vom Saturn regiert. Diese Dimension erfahren wir im Wachzustand. Das nächste Zeichen im Tierkreis ist der Wassermann und der symbolisiert das individuelle und schöpferische Bewusstsein und ist dem Uranus unterstellt. Diese Dimension erfahren wir vor allem im Traumzustand. Die Fische, die im Tierkreis nach dem Wassermann kommen, symbolisieren das grenzenlose universelle Bewusstsein und werden vom Neptun regiert. Diese Dimension erfahren wir im traumlosen Tiefschlaf. Danach ist der Wassermann ein Mittler zwischen dem kollektiven und dem universellen Bewusstsein.

Diese Reihenfolge ergibt sich aus der Bewegung der Sonne durch den Tierkreis und sie entspricht der Entwicklung unseres Erlebens als menschliches Subjekt. Wenn wir auf der Erde geboren werden, sind wir zunächst der Konditionierung durch das kollektive Bewusstsein ausgesetzt. Eltern, Lehrer und andere Autoritäten machen uns mit der sogenannten „Realität“ bekannt. Falls wir uns darüber hinaus bewegen, können wir unser individuelles schöpferisches Bewusstsein entfalten. Falls wir uns auch noch darüber hinaus bewegen, erfahren und werden wir das grenzenlose universelle Bewusstsein. Das wäre also die subjektive Erfahrungsreihe dieser Reihenfolge der Tierkreiszeichen Steinbock, Wassermann und Fische.

Es gibt aber auch noch eine umgekehrte, nämlich eine kosmische Reihenfolge, von den Fischen zum Wassermann in den Steinbock, die sich in verschiedenen Kosmologien und Schöpfungsmythen abbildet, von China, über Tibet bis nach Griechenland. Nehmen wir die griechische Variante. Im olympischen Schöpfungsmythos entsprechen der Wassermann und der Uranus dem Uranos, dem Gott des Sternenhimmels.

Anfangs, genauer gesagt vor allen Anfängen, gab es nur das CHAOS, was im Altgriechischen „gähnend leerer, unermesslicher Weltraum“ bedeutet – analog Fische und Neptun. Daraus erhoben sich Gäa, die Erde – analog Stier und Uranos, der nächtliche Sternenhimmel – analog Wassermann und Uranus. Gäa und Uranos erschufen durch ihre Liebesbeziehung die irdische Wirklichkeit, die später unter die Herrschaft der Zeit, in der Gestalt des Titanen Kronos geriet – analog Steinbock und Saturn.

Und wenn wir von dieser kosmischen Reihenfolge Fische, Wassermann, Steinbock bewegt werden, dann versuchen wir als Mittler durch unser individuelles schöpferisches Verhalten Anteile des universellen Bewusstseins in das kollektive Bewusstsein hinein zu tragen. So – und das Schöpferische gebiert ständig Neues. Und das Neue ist etwas Anderes als das Alte! Und das kollektive Bewusstsein beruht immer auf dem Alten! Und wenn Ihr schöpferische Individuen seid und womöglich die Sonne oder andere wichtige astrologische Faktoren im Wassermann habt, dann könnt Ihr ein Lied davon singen, wie schwierig es sein kann, etwas Schöpferisches in das kollektive Bewusstsein hinein zu tragen. Da stößt man ständig auf Unverständnis, denn eine neue schöpferische Idee kann eben nicht verstanden werden, wenn man sich geistig nur im Rahmen alter Vorstellungen bewegt. Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, der sich auch zu astrologischen Themen geäußert hat, ein Fisch dessen Sonne aber noch vom Wassermann und vom Uranus beherrscht wurde, soll einmal gesagt haben: „Ich wäre schon froh, wenn mich auch nur ein halber Mensch verstünde!“

Lasst mich hier noch eine kosmologische Idee aus Tibet anführen, um die kosmische Bewegung von den Fischen über den Wassermann zum Steinbock zu illustrieren.

Wenn sich ein Universum auflöst, wird alles Physische, aus dem dieses Universum bestanden hat, unsichtbar. Das einzige was übrig bleibt, sind die unsichtbare Bewusstheit und Energie all der Wesen, die dieses Universum bis dahin bewohnt haben – Geister, Götter, Dämonen, Tiere, Pflanzen, Menschen usw. – gemeint sind tatsächlich alle Wesen! Damit haben wir einen Zustand universeller Potentiale, ohne sichtbare Manifestation. Das entspricht den Fischen und dem Neptun. Und dann träumen all diese unsichtbaren Wesen ein neues Universum ins sichtbare Dasein. Dieser schöpferische kollektive Traum aller unsichtbaren Wesen entspricht dem Wassermann und dem Uranus. Und das dadurch neu entstandene, sichtbare Universum entspricht dem Steinbock und dem Saturn. Soweit diese tibetische kosmologische Idee. Und nach meiner Ansicht geschieht genau das, nämlich dass alle Wesen das physische Universum gemeinsam ins Dasein träumen bis JETZT! In jedem Augenblick! Auch wenn es uns so erscheinen mag, als sei die Schöpfung schon „fertig“.

Zurück zum kollektiven Bewusstsein. Es kann manchmal sehr schwer sein, eine neue schöpferische Idee in das kollektive Bewusstsein hinein zu tragen. Man könnte sich fast vorstellen, dass sich manchmal sogar eine schöpferische Idee selber wünscht, dass sie endlich, endlich verstanden würde, z. B. die Idee, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Schon der griechische Astronom Aristarch von Samos sagte, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Galileo Galilei geriet über das Thema 1632 in Konflikt mit der katholischen Kirche und wurde erst 1992 von der katholischen Kirche rehabilitiert. Also 360 Jahre später! Aristarch von Samos lebte von ca. 310 v. Chr. bis ca. 230 v. Chr.

Naja, vielleicht wird sich der nächste Papst ja Speedy Gonzales zu seinem persönlichen Schutzheiligen erwählen. Wie heißt es so schön in einem deutschen Schlager? „Wunder gibt es immer wieder, wenn sie Dir geschehejen, musst Du sie auch sehn.“ Man hofft halt bis zuletzt. Dieser alte Schlager wurde übrigens von einem Wassermann neu eingespielt und wieder bekannt gemacht, nämlich von Guildo Horn.

Noch Mal zum kollektiven Bewusstsein, also zum Kronos, dem Titanen, der über die Zeit gebietet und zum Steinbock und zum Saturn. Was ich eingangs als „sogenannte Realität“ bezeichnet habe, ist die uns gemeinsame, also kollektive Erfahrung linearer Zeit im irdischen Dasein, inklusive der Bewusstheit unserer physischen Sterblichkeit und Alles was damit im Weiteren zusammenhängt. Der Alchemist, Astrologe und Magier Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim sagte vor ca. 500 Jahren: „Der Saturn gebietet über die ununterbrochene Fortdauer des Ganzen.“ Agrippa hat vor 500 Jahren eine ganze Reihe solcher Aussagen formuliert, die bis heute gültig und wahrscheinlich nicht zu übertreffen sind. Und Agrippa hatte eine Jupiter/Uranus-Verbindung, eine Konstellation, die Genialität anzeigt.

Aber als Einzelerscheinungen des Ganzen werden wir physisch eben nicht ununterbrochen fortdauern. Klar, das Ganze wird natürlich schon ununterbrochen fortdauern – aber unser physischer Körper wird sterben. Und es ist von ganz entscheidender Bedeutung in welchem geistigen Verhältnis wir zur Bewusstheit unserer Sterblichkeit stehen, nicht nur für jedes Individuum, sondern auch für uns alle als kulturelles und/oder planetarisches Kollektiv.

Was jenseits des Todes liegt, ist nicht unmittelbar fassbar. Also bilden unsere Ideen über den Tod die Grenze, den äußersten Rand und damit den Rahmen unserer Vorstellungswelt, und die ist ja je nach Kultur eine ganz unterschiedliche geistige Welt. Tatsächlich kann man jede Kultur in ihrer Besonderheit, Bedeutung und Tiefe verstehen, wenn man betrachtet, welche Vorstellungen eine Kultur über den Tod und das Jenseits hat. Und jetzt kommt ein ganz entscheidender Punkt:

Der geistige Rahmen der aus unseren Vorstellungen über den Tod und das Jenseits besteht, hat maximale Auswirkungen auf alle anderen Vorstellungen und damit eine umfassende Wirkung auf unser Verhalten, unsere Lebensführung und unsere ganze Kultur.

Lasst uns das einmal durchspielen. Wir erleben derzeit einen geradezu ekelerregend perversen Höhepunkt des wissenschaftlich technischen Materialismus. Ich brauche das jetzt gar nicht zu illustrieren. Um das zu erkennen genügt ein Blick in die Massenmedien. Die sogenannten „herrschenden Eliten“ verhalten sich derzeit anscheinend völlig irrsinnig. Die Unterschiede zwischen Reich und Arm sind unerträglich geworden und unsere sogenannte „Zivilisation“ gefährdet die gesamte Biosphäre des Planeten Erde.

Glauben diese Eliten, dass sie nach ihrem Tod in einer Jenseitswelt landen werden, die in irgendeiner Weise durch ihr irdisches Leben vorgeformt sein wird? Glauben die, dass sie in den Himmel oder in die Hölle kommen werden? Glauben die, dass sie irgendwann nach ihrem Tod wiedergeboren werden und dass die Qualität ihrer zukünftigen Leben von ihrem jetzigen Leben abhängt? Glauben die an Karma? Glauben die, dass sie eine Verantwortung gegenüber ihren Nachkommen und gegenüber allem Lebendigen haben? Wenn man sich das Verhalten dieser Eliten anschaut, glauben die das anscheinend alles nicht, überhaupt nicht. Und – das kann man diesen Eliten noch nicht einmal vorwerfen!

Denn ein Leben nach dem Tod und individuelle Verantwortung gegenüber allem Lebendigen sind im wissenschaftlich technischen Materialismus ja gar nicht vorgesehen! Wir können „denen da oben“ doch nicht vorwerfen, dass sie denselben Blödsinn glauben, den ganz viele von uns im Materialismus ja im Grunde genommen auch glauben. Und dass sie sich dann halt auch dementsprechend verhalten, kann man ihnen ebenfalls nicht vorwerfen. Die spielen halt nach der Regel: Wer mit den meisten Spielsachen stirbt, hat gewonnen! ‚„Die da oben“ müssen die Grenzen ihrer bisherigen Vorstellungen überschreiten und wir müssen das auch, sonst wird das nichts mit der Evolution der Menschheit’, höre ich den Uranus sagen.

Ich schrieb es ja schon: Der geistige Rahmen der aus unseren Vorstellungen über den Tod und das Jenseits besteht, hat maximale Auswirkungen auf alle unsere anderen Vorstellungen und damit eine umfassende Wirkung auf unser Verhalten, unsere Lebensführung und unsere ganze Kultur. Also brauchen wir uns über das Verhalten der herrschenden Eliten nicht zu wundern. Übrigens bilden die Eliten keine einheitliche Front. Es gibt auch sehr reiche Menschen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen und dementsprechend handeln. Und es gibt auch Politiker, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Nur fallen einem da zurzeit halt leider noch nicht so viele Namen ein. Aber vielleicht werden es ja noch mehr. Kennt Ihr den Spruch „Vielleicht wird ja Morgen alles noch vielleichter“? Übrigens habe ich gerade die Unterschiede zwischen „denen da oben“ und „denen da unten“ aufgehoben. Ich hab halt die Sonne im Wassermann.

Bevor wir uns wieder dem Uranus zuwenden sei kurz erwähnt, dass wir uns seit der letzten Konjunktion von Neptun und Pluto in einer sehr materialistisch ausgerichteten kulturellen Phase befinden, die noch bis zum Jahr 2385 dauern wird. Und nach dieser Konjunktion am 30.4.1892 um 15:26:48 Weltzeit geht es darum, dass wir soziale Intelligenz entwickeln. Das wäre doch ganz schön, nicht wahr? Und vielleicht klappt das ja noch bis zum Jahr 2385. Und so wie die Konstellationen ausschauen, ginge es darum, dass diese soziale Intelligenz offen, frei und „beseelt“, also authentisch im seelischen Sinne wäre. Sinnvoll wäre das schon, denn seit 1892 ist die Weltbevölkerung von ca. 1,5 Milliarden auf ca. 7 Milliarden angewachsen – also ca. 4,7 Mal mehr Menschen in nur ca. 125 Jahren. Wenn das so weiter geht, werden wir etwas mehr soziale Intelligenz ganz, ganz dringend brauchen. Zurück zum Uranus:

Machen wir Mal ein Beispiel. Ich schrieb, der Uranus symbolisiert das Schöpferische und damit symbolisiert er natürlich auch den Geistesblitz. Also – ein Mann hat einen Geistesblitz: ‚Ich werde Marzipan herstellen. Das wird meiner Frau gefallen, die mag Marzipan.’ Und dann spricht er mit seiner Frau darüber und seine Süße sagt: „Kann man nix erfinden, was nicht soviel Arbeit macht? Und außerdem gibt es das doch schon.“ Ist das schon das Ende dieser Idee? Nicht unbedingt. Denn vielleicht ist dieser Mann ja astrologisch gebildet und sagt sich: ‚Frauen soll man nie widersprechen. Man soll immer warten, bis sie es selber tun. Denn Frauen stehen ja mit dem Mond in Resonanz. Und wenn meine Süße mit ihrem prä-, inter- und postmenstruellen Dingsbums einen halben Zyklus weiter ist, dann wird der Mond seiner heutigen Position genau gegenüber stehen und dann wird meine Süße etwas ganz Anderes sagen.’ Also sagt er: „Hast ja Recht, mein Schatz.“ Und dann hat er einen Supergeistesblitz: „Ich werde Mondmarzipan herstellen! Und zwar bei Neumond, wenn sich Sonne und Mond, die das Männliche und Weibliche symbolisieren, ganz nah sind. Neumondmarzipan! Das wird womöglich ein supergutes Aphrodisiakum!“

Es kann sich lohnen, den Uranus durch den Mond zu transportieren, denn das Universum macht das auch so. Mehr und Genaueres dazu später. Im Übrigen sollte ich Euch warnen! Wenn ich scherze, meine ich es womöglich ernst. Und das Horoskop auf die Idee mit dem Neumondmarzipan hat ekstatisches Potential! Ich habe tatsächlich vor, welches herzustellen! Der Astrologe Wolfgang Döbereiner sagte einmal: „Blödeln Sie! Wenn Sie blödeln, kommen Sie auf was!“ Wolfgang Döbereiner hatte am selben Tag Geburtstag wie Rudolf Steiner und auch seine Sonne wurde noch vom Wassermann und damit vom Uranus beherrscht. So und jetzt schauen wir uns den Uranus noch Mal etwas genauer an.

Ich nenne meine astrologische Forschung und ihre Ergebnisse „Metaastrologie“. Denn ich verwende astrologische Mittel, um die Möglichkeiten der Astrologie zu erweitern. Ich mache also „astrologische Astrologie“, aber das hört sich dämlich an, deshalb nenne ich meine Arbeit „Metaastrologie“. Die Basis dieser Arbeit bilden wichtige Momente in der Astronomie, wie die Entdeckung eines Planeten, die Mondlandung, die erste Fotografie der Sonne usw. Und die auf solche Momente berechneten Horoskope nenne ich „metaastrologische Schlüsselbilder“. Mehr zu dem Thema findet sich unter dem Stichwort „Metaastrologie“ auf meinem Blog. Für den Uranus gibt es zwei Schlüsselbilder, das für seine Entdeckung und das für die Annäherung der Weltraumsonde Voyager 2 an den Uranus auf die kürzeste Distanz.

Uranus Voyager 2 Close up 2* 
24.1.1986 um 17:59:47 Weltzeit Pasadena Kalifornien USA

Technische Begriffe werden am Ende vom Text mit Sternchen* versehen erklärt. Hier zur Deutung. Im Seelischen 3* wird der Uranus erfahrbar, wenn wir die Seele baumeln lassen und dem Seelischen erlauben sich selbst in seinen eigenen Ausdrucksformen zu erleben – in Phantasien, Träumen, Tagträumen, im Blödeln und frei assoziierenden Denken usw. Der Mond symbolisiert unter anderem auch das kindliche Selbst, das unterbewusste, emotionale, instinktive und träumende Selbst. Es ist deshalb ein Verbrechen, nicht nur am einzelnen Kind, sondern an der Evolution der ganzen Menschheit, wenn man Kinder nicht spielen lässt, sondern sie schon im frühen Alter dazu zwingt, sich „auf die Zukunft vorzubereiten.“Wahrlich, liebe Schwestern und Brüder, ich sage Euch: Der Mensch ist unermesslich groß und die Krone der Schöpfung! Denn an Dummheit und Grausamkeit kommt ihm keine andere biologische irdische Spezies gleich. Anscheinend ist der Mensch seinem kosmischen Entwurf nach ein Entwicklungswesen und verfügt deshalb über ein enormes Maß an Freiheit, sich in jedweder Hinsicht zu entwickeln. Zurück zu den Kindern, die astrologisch vor allem durch den Mond symbolisiert werden:

Wenn wir den Kindern nicht erlauben, die allermeiste Zeit ihrer frühen Jahre ganz nach ihrer Lust und Laune zu spielen, kann sich das Schöpferische nicht in ihrem Wesen widerspiegeln und das Kind findet erst gar nicht zu sich selbst. Es wird dann zum Roboter, zu einem an die Gesellschaft angepassten Automaten, der nach Maßgabe der Dummheit und Grausamkeit der Erwachsenen verkrüppelt wurde. Und dann?

Eine Zeitlang konnte man in Fernsehtalkshows von Politikern und Managern immer wieder die Klage hören: „Wo bleiben die schöpferischen Lösungen? Wo bleiben die schöpferischen Lösungen?“ Dabei waren es vermutlich genau die retardierten Evolutionsbremsen unter den Politikern, die es den Managern großer Unternehmen Recht machen wollten und dafür gesorgt haben, dass in den Schulen der Unterricht in Musik und Kunst immer mehr reduziert wurde, damit die Kinder so abgerichtet werden, dass sie im Sinne des Materialismus funktionieren.
Es geht ja gar nicht darum, dass ein Kind lernt, einen Apfel zu zeichnen oder Lieder zu singen. Und es geht auch nicht darum, dass alle Kinder später Mal Künstler oder Musiker werden. Sondern es geht darum, dass Kindern Situationen angeboten werden in denen sie ihre schöpferischen Potentiale erleben und ausloten können. Dann werden sie selbstbewusste, schöpferische, freie Mensch werden! Solche Menschen werden aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen wissen (!), dass es mehr Möglichkeiten gibt, als die jeweilige Kultur, in der sie aufgewachsen sind, schon realisiert hat. Und solche Menschen können über die Grenzen der sogenannten „Realität“ hinausschauen. Und sie können später freie, selbstbewusste, schöpferische Wissenschaftler, Politiker, Mechaniker, Psychologe, Erzieher Musiker oder was immer sie werden möchten, werden. Sie stehen nicht unter dem Zwang, sich den jeweiligen Gegebenheiten anpassen zu müssen Aber genau das wollen die Evolutionsbremsen in den herrschenden Eliten anscheinend verhindern. Es scheint tatsächlich Menschen zu geben, die fast nichts anderes können und wollen, als die jeweilige Realität nach ihren Egoismen zu beherrschen und aus zu plündern. Aber vielleicht sehe ich das ja alles viel zu düster – hoffentlich.

Es ist jedenfalls von ganz entscheidender Bedeutung, dass sich das Seelische – im Sinne des Mondes – ganz nach der inneren Gestalt seiner Eigenart entfalten kann, sonst kann es das Schöpferische – im Sinne des Uranus – nicht widerspiegeln. Europäische Alchemisten und Astrologen wie Paracelsus und Agrippa von Nettesheim nannten das Schöpferische „Genius“ und in ihren Beschreibungen des Genius klingt genau der Aspekt des menschlichen Wesens an, der heute oft als das „Hohe Selbst“ bezeichnet wird.

Agrippa von Nettesheim hat um das Jahr 1500 versucht, den Genius, also das Hohe Selbst, astrologisch zu definieren. Er vermutete zu Recht, dass das Hohe Selbst etwas mit dem 11. Haus zu tun hat, weil das ja dem Wassermann und dem Uranus entspricht, also ein Ausdruck desselben Prinzips ist. Und Agrippa war ein genialer und außerordentlich gebildeter Mensch. Aber damals war der Planet Uranus, der astrologisch dem Genius bzw. Hohen Selbst entspricht, noch gar nicht entdeckt. So gab Agrippa den Versuch, den Genius astrologisch zu beschreiben, schließlich auf und schrieb in seinem Buch „Die magischen Werke“:

„Da jedoch eine derartige (astrologische) Erforschung mühsam und höchst dunkel ist, so werden wir weit leichter aus uns selbst die Natur unseres Genius entziffern, wenn wir genau auf das Acht geben, was im ersten noch unbefleckten Jugendalter, oder wenn wir frei von eitlen (oberflächlichen) Sorgen und Leidenschaften sind, die Seele uns eingibt, der Instinkt der Natur diktiert, und wozu der Himmel uns geneigt macht. Dies sind dann ohne Zweifel die Ratschläge des Genius, der einem jedem von seiner Geburt an gegeben ist, und der uns dahin leitet und dazu aufmuntert, wozu sein Gestirn uns Neigung verleiht.“

Bei jedem Produkt und jeder Dienstleistung ist es für uns selbstverständlich, dass sie an die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden angepasst werden. Aber bei unseren Schulen glauben wir anscheinend, dass sich die Kunden – also die Kinder an die Dienstleistungen der Schule anzupassen hätten. Wir können das Thema auch aus der wissenschaftlichen Perspektive betrachten. Wir alle haben im Biologieunterricht von der Evolutionslehre gehört, wonach alle biologischen Wesen das von ihnen gelernte durch genetische Informationen an spätere Generationen weiter geben. Falls das wirklich stimmt, dann müssen Kinder evolutionär weiter fortgeschritten sein als ihre Eltern. Das muss so sein! Diese Schlussfolgerung ist absolut zwingend. Also müssten sich unsere Schulen eigentlich an die Kinder anpassen und nicht umgekehrt. Zumindest dann, wenn wir wissenschaftlich und fortschrittlich denken. Aber die Idee, dass unsere Kinder höher entwickelt und intelligenter sein könnten als wir, kränkt halt unser Ego. Charles Darwin, der die Lehre von der biologischen Evolution begründet hat, war übrigens ein Wassermann. Nun zu einem anderen Thema in unserem Uranus-Horoskop:

Wir haben hier eine besondere Struktur, die man auf „Astrologenchinesisch“ ungefähr wie folgt beschreiben kann: „Mars aus 1 in 8, Pluto aus 8 in 7, Venus aus 2 und 7 in 11, Saturn aus 11 und 10 in 8, Pluto aus 8 in 7, Venus aus 2 und 7 in 11 usw.“ Wir haben es hier also mit einer Art von Kreislauf zu tun, mit einer zyklischen Abfolge geistiger und schöpferischer Vorgänge. Und diese zyklische Abfolge bedeutet Folgendes:

Das Potential des Uranus besteht darin, bisherige Konzepte in Frage zu stellen, heraus zu fordern und auf lösen zu können. Wie macht man das? Naja, man denkt sich zum Beispiel: „Kann man nix erfinden, was nicht soviel Arbeit macht? Und außerdem gibt es das doch schon.“ Oder man denkt ein Konzept ganz zu Ende, um es von allem überflüssigen Beiwerk zu entkleiden, bis man in einem völlig offenen Raum landet. Oder man richtet seine Bewusstheit auf das Konzept und zugleich oder anschließend auf eben diese Bewusstheit. Man richtet die Bewusstheit auf die Bewusstheit – und nicht auf ihre Inhalte. Auch dadurch tritt man in den offenen Raum, analog Fische/Neptun ein, aus dem Alles Schöpferische hervorgeht. Der entscheidende Punkt ist der, dass wir unsere Bindung an schon bestehende Konzepte lockern und dadurch Freiheit gewinnen. Das ermöglicht uns die Rückverbindung zum universellen Bewusstsein.4*

Als Nächstes gehen wir in eine Haltung der Wertschätzung gegenüber dem Geistigen und erlauben, dass sich unser bisheriges Konzept aus sich selbst und durch sich selbst zu jedweder neuen Form seiner selbst verwandeln kann. Wir erlauben, dass unser Denkraum vom Grenzenlosen und Schöpferischen geöffnet und überflutet werden und dass sich unsere Konzepte und Anschauungen vollkommen öffnen und ihre bisherigen Grenzen überschreiten. Vielleicht machen wir so etwas einen Brainstorm oder wir spielen und blödeln herum, bis wir auf irgendetwas kommen, z. B. auf „Neumondmarzipan“ und dass Marzipan ja eigentlich auch als ein Aphrodisiakum angesehen werden kann.5*

So – und jetzt beginnen sich unsere seelischen Kräfte zu sammeln und wir lassen die Seele zwar immer noch weiter baumeln, aber es bilden sich schon einmal ein paar neue Konzepte. In der Phase ist es wichtig, dass wir etwas tun, um unsere neuen Konzepte konkret zu testen und zu prüfen, ob sie etwas taugen.6* Vielleicht gehen wir in die Küche und stellen aus gemahlenen Mandeln, Zucker und anderen Zutaten einfach mal ein neues Marzipan her.

Bei meinem ersten Versuch habe ich gemahlene Mandeln und Haselnüsse, hellen Rohrzucker, ein Destillat aus Hagebutten und Muskatnuss und Johanniskrautöl verwendet. Das habe ich fünf Tage lang gegessen, für gut befunden und Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt. Inzwischen gibt es ein neues Rezept, das ich auch schon getestet habe.

Dadurch, dass wir unsere Konzepte testen, ergeben sich neue Maßstäbe auf deren Basis weitere Konzepte entstehen können und dadurch, dass wir ein unser Konzept real umgesetzt und ein konkretes Ergebnis haben, können wir das jetzt auch mit anderen teilen. Wir haben unser neues Konzept in die Realität übertragen und dadurch wird es zu etwas Teilbarem.7* Nächsten Sonntag gehe ich auf eine Fete und werde das Neumondmarzipan mitbringen, anbieten und verschenken. Mal sehen, ob es auch anderen schmeckt.

Und es ist möglich, dass einige Leute das wertschätzen und dass dadurch weitere Konzepte, also noch andere Marzipanrezepte entstehen. Die Idee wurde konkret realisiert und kann nun vom kollektiven Bewusstsein aufgenommen werden. Und dann geht das schöpferische Spiel auf einer erweiterten Ebene von vorne los. 8* Vielleicht entsteht ein „Trend“ und plötzlich ist Neumondmarzipan im doppelten Sinne des Wortes „in aller Munde“.

Vielleicht werden manche sehr kultivierte Menschen einwenden, Marzipan und Kochkunst hätten nichts mit der Erhabenheit des Schöpferischen zu tun und da haben sie natürlich vollkommen Recht. Aberund – hach ein neues Wort, „aberund“ wie schön! – Aberund wie schon erwähnt hebt der Uranus eben gerne Unterschiede auf, z. B. in dem neuen Wort „aberund“ und auch zwischen Hoher Kultur und Popkultur und irgendein Beispiel brauchte ich halt, um die geistigen Bewegungsformen des Uranus Mal durchzuspielen.

So und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Wir wechseln die Ebene unserer Betrachtung und schauen uns das ganze Mal aus möglichst großer Distanz an. Denn irgendwann beginnt ein Trend womöglich die schöpferischen Ideen, die ihn bewegt haben zu verflachen, – im Materialismus geschieht das ständig. Oder die Ideen haben ihre Energie verbraucht und sind erstarrt. Aus der Perspektive des Uranus betrachtet ist es jedenfalls wichtig, dass die Entwicklung weitergeht, dass neue Impulse aus dem universellen Bewusstsein durch das schöpferische Bewusstsein in das kollektive Bewusstsein getragen werden.9*

Und dass mir jetzt keiner „Neumondmarzipan2.0“ sagt! Sonst gibt es aberund echt Ärger!!!

Irgendwann müssen die bisherigen Konzepte, auch die eigenen schöpferischen Konzepte erneut infrage gestellt werden, damit der evolutionäre Prozess weiter gehen kann. Das Stadium kennt jeder professionell und/oder dauerhaft schöpferisch tätige Mensch und wenn er sich in seinem schöpferischen Tun dann auf etwas Neues einlässt, verliert er vielleicht einige seiner bisherigen Anhänger. Apropos Anhänger. Rudolf Steiner wurde einmal gesagt: „Ach, das muss doch wirklich ganz, ganz wunderbar sein, wenn man so viele Anhänger hat wie sie, Herr Dr. Steiner.“ Worauf dieser erwiderte: „Mir wären ein paar mehr Lokomotiven lieber.“

Unser Horoskop hatte kürzlich „Geburtstag“ und das aktuelle Solar schauen wir uns jetzt auch noch an, um zu sehen, wie es um den Uranus in den nächsten 12 Monaten steht.

Uranus Voyager 2 Close up Solar 2019/2020

Auch hier finden sich die technischen Erklärungen wieder mit Sternchen* versehen am Ende vom Text. Als erstes fällt auf, dass die schöpferische Grundenergie des Uranus durch das Bestimmende bzw. die sogenannte „Realität“ blockiert wird.10* Der Uranus steht existenziell unter Druck. Sind da mal wieder die „üblichen Verdächtigen“, also die herrschenden Eliten dran schuld? (Das kann man sich genauer ansehen, das Personar auf den Saturn zeigt eine seelische Haltung, die aggressiv ins Lebendige eingreift, in sehr üppigen und reichen Lebensbedingungen existiert und sich mental nur gaaaaaanz laaaangsaaam weiter entwickelt.) Jedenfalls blockieren die bestimmenden Gegebenheiten die Energie und die Durchsetzung des Schöpferischen. Und dadurch wird eine ohnehin gegebene spirituelle Krise verschärft.11* Gleichzeitig ist eine schöpferische und existenzielle Wandlung notwendig.12* Da könnte man an einen Druckkochtopf denken und vielleicht sind derzeit sehr viele Menschen der Ansicht, dass die schöpferischen Entwicklungen, die wir auf dem Planeten brauchen, viel zu langsam voran gehen. Knallt das irgendwann? Denkbar, dass idealistische Hitzköpfe irgendwann mit den autistischen Eliten aneinander geraten. Wir brauchen halt ein schöpferisches Ventil, damit aus dem Überdruck kein aggressiver Ausbruch entsteht. Und es gibt so ein Ventil und das sieht so aus:

Wir beobachten Vögel – nein, nicht andere Leute beim Vögeln! Sondern Vögel, und zwar beim Singen, Fliegen und Schweben, besonders beim Schweben. Reiher, Bussarde und vor allem Milane sind da ganz wunderbar anzuschauen. Oder wir erlauben uns selbst, zu schweben und denken oder sagen uns Mal was echt Erhebendes, z. B.: „Ich bin bescheiden und steh über Allem“ oder so. Jetzt kommt schon Leute! Das geht doch ganz leicht! Oder wir konsumieren Habichtskraut, falls wir nicht so gerne denken und eher ein oraler Typ sind. Das Zeug ist legal und erzeugt eine heitere, gelöste, schwebende Stimmung. Und natürlich kommt auch Neumondmarzipan in Frage. Oder wir denken uns so was wie: „Jetzt habe ich mir Jahre lang Sorgen gemacht und irgendwann bin ich trotzdem tot.“ Wir geben ein größeres Trinkgeld als sonst. Wir lächeln öfter Mal. Wir erzählen uns unseren Lieblingswitz. Oder wir erinnern uns daran, dass ein weiser Mann einmal sagte: „Der Weg zum ewigen Glück besteht darin, niemals einem Idioten zu widersprechen.“ Und wenn uns widersprochen wird, dann sagen wir halt aus ganzem Herzen: „Sie haben natürlich völlig Recht.“ Der Punkt ist, immer wieder Mal einfach nicht mehr zu funktionieren und nicht zu reagieren und stattdessen innezuhalten und zu schweben. Den Zustand kennt jeder von irgendwann früher, wird Euch schon was einfallen.

„…so werden wir weit leichter aus uns selbst die Natur unseres Genius entziffern, wenn wir genau auf das Acht geben, was im ersten noch unbefleckten Jugendalter, oder wenn wir frei von eitlen (oberflächlichen) Sorgen und Leidenschaften sind, die Seele uns eingibt, der Instinkt der Natur diktiert, und wozu der Himmel uns geneigt macht. Dies sind dann ohne Zweifel die Ratschläge des Genius, der einem jedem von seiner Geburt an gegeben ist, und der uns dahin leitet und dazu aufmuntert, wozu sein Gestirn uns Neigung verleiht.“

 

Seid glücklich und tut was Ihr wollt!
Vincento

 

PS: Meine neuste Version vom Neumondmarzipan besteht hauptsächlich aus gemahlenen Mandeln und hellem Rohrzucker und zum Würzen nahm ich eine Marmelade aus Honig und Aprikosen, sowie Johanniskrautöl und ein Destillat aus Hagebutten und Muskatnuss. Auf die Muskatnuss hat mich die Hildegard von Bingen gebracht. Muskatnuss brezelt die Stimmung auf und macht wach. Und wenn man betrachtet, wie schöpferisch und frei diese wundervolle Frau, also die Hildegard von Bingen war, dann muss die einen echt guten Uranus gehabt haben. Und meine Empfehlung ist, dass Ihr was Eigenes, was Neues macht. Denn das Zeug heißt ja schließlich Neumondmarzipan und nicht etwa Altmondmarzipan.

1* Der Saturn galt vor der Entdeckung des Uranus als Grenze zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt, als „Hüter der Schwelle“. Und der Uranus war der erste Planet, der jenseits der Bahn des Saturns entdeckt wurde. Vielleicht hat der Astrologe Wolfgang Döbereiner daraus die Aussage abgeleitet, dass der Uranus „bisherige Grenzen und Unterschiede aufhebt“, die nach seiner Auffassung vor allem auch im Sinne der Aufhebung vertikaler Unterschiede gilt. Auf der körperlichen Ebene könnte davon abgeleitet der Uranus dem Gehirn und Rückenmark entsprechen, die zusammen das craniosakrale System bilden. Naheliegend anzunehmen, dass der Uranus den Zentralkanal symbolisiert, der alle Chakren und damit alle Bewusstseinsebenen verbindet. Denn auch hier haben wir wieder die Aufhebung vertikaler Unterschiede, nämlich im grobstofflichen und feinstofflichen Körper.

2* Am 24.1.1986 näherte sich die Sonde Voyager 2 dem Planeten Uranus um 19:59:47 Weltzeit auf die kürzeste Distanz. Dieser Moment wird als „Close up“ bezeichnet. Die Bodenstation von Voyager 2 war in Pasadena, Kalifornien USA. Das auf diese Daten berechnete Horoskop ist das zweite metaastrologische Schlüsselbild für den Uranus. Das zweite im Text abgebildete Horoskop zeigt das darauf berechnete Solar für 2019/2020.

3*Mond steht als Herrscher von 5 und 4 in 4 im Krebs, das ist drei Mal dasselbe Prinzip. Der Mond ist also mehrfach selbstreferenziell. Das Seelische erfährt sich hier deshalb in sich selbst, durch sich selbst und als sich selbst. Außerdem sind Tao-Aspekte zu Sonne, Neptun und MC gegeben. Das heißt, das Seelische steht in Resonanz mit dem Lebendigen, der grenzenlosen Wirklichkeit und der Bestimmung des Schöpferischen. Und da der Mond in diesem Horoskop neben Chiron und Mondknoten der einzige Faktor unter dem Horizont ist, ist das Seelische von enormer Bedeutung, um das Schöpferische in die konkrete und lebendige Wirklichkeit zu tragen.

4* Siehe Mars-Personar – Personare beleuchten einzelne Faktoren en Detail und werden auf die erste Konjunktion der Sonne mit dem jeweiligen Faktor berechnet.
5* Siehe Pluto-Personar
6* Siehe Venus-Personar
7* Siehe Saturn-Personar
8* Siehe Pluto-Personar

9* Der neue Mondknoten, der die evolutionären Möglichkeiten anzeigt, steht vom Widder beherrscht in 1 und der Mars steht als Herrscher von 1 in 8. Also müssen irgendwann die bisherigen Konzepte erneut infrage gestellt werden, damit der evolutionäre Prozess weiter gehen kann.

10* Saturn als Herrscher von 10 in 10 im Quadrat zum AC und Mars als Herrscher von 1 in 1. Näheres dazu findet sich in den Personaren von Mars und Saturn.

11* Saturn im Sextil und Spiegelpunkt zu Neptun aus 12 in 12. Neptun in den Fischen bedeutet, dass sich die bisherigen Zugänge zum Transzendenten auflösen und dann zumindest vorübergehend die Begrenztheit unserer Existenz umso deutlicher ins Bewusstsein tritt. Um dies zu kompensieren, werden aggressive Eroberungsfeldzüge verschiedenster Art gestartet, etwa nach dem Motto: „Lasst uns den Planeten ausbeuten, solang es noch geht!“ Mehr dazu findet sich hier – www.vinzent-liebig-blog.de/die-globale-midlife-crisis-ueber-neptun-in-den-fischen/#more-3044

12* Uranus steht als Herrscher der Sonne von 11 in 1, der Uranus kann also gar nicht anders, als sich schöpferisch durchzusetzen, Näheres siehe im Uranus-Personar dieses Horoskops.

13* Neuer Mondknoten im Krebs in 4, Mond in 6, Merkur aus 6 in 11, Uranus aus 11 in 1 bedeutet, dass aus dem Seelischen heraus ein unangepasster, schwebender Zustand erzeugt wird, der das Schöpferische in die Existenz trägt.

 5. Februar 2019  Veröffentlicht von um 22:50  Allgemein  Kommentieren

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