Apr 282019
 

„Astrologisches zur Frühlingsmitte 2019“ beschreibt die Konstellationen des Moments, wenn die Sonne 15° Stier erreicht. Das wird erst am 5.5.2019 sein, aber die Konstellationen sind teilweise schon jetzt spürbar. 15° Stier gilt wie die 15° der anderen „fixen“ Zeichen Löwe, Skorpion und Wassermann als „kosmisches Tor“, das nach Dane Rudhyar einen Durchfluss besonders starker kosmischer Energien auf die Erde ermöglicht. Wolfgang Döbereiner fand, dass diese Punkte die Durchsetzung individueller Vorstellungen beschleunigen. Und wer wäre ich, diesen berühmten Kollegen zu widersprechen? 🙂

Wir haben es hier letztlich mit einem Zyklus zu tun, der das ganze Jahr durchzieht, mit einer Abfolge von wichtigen Stationen, beginnend mit dem Frühlingsanfang auf 0° Widder, fortschreitend zur Frühlingsmitte auf 15° Stier, Sommeranfang auf 0° Krebs usw.

Die Konstellationen des Frühlingsbeginns entsprechen einer Art Initialzündung und werden tendenziell vor allem von Pionieren in die Wirklichkeit getragen. Das darauf folgende Zeichen des Stiers symbolisiert das Gemeinschaftliche. Wenn die Sonne 15° Stier erreicht, zeigt sich, wie sich die Konstellationen des Frühlingsanfangs im sozialen Leben auswirken.  Also sollten wir noch einmal einen Blick auf den Frühlingsanfang richten, um zu sehen, welche Inhalte sich zur Frühlingsmitte verdichten und im Sozialen ankommen:

 

FRÜHLINGSANFANG 2019

Das Besondere an den Konstellationen vom Frühlingsanfang 2019 ist, dass es dabei mit Sonne/Chiron um einen evolutionären und heilerischen Impuls geht, der bei Mars und Uranus im Stier und Venus im Wassermann ein gemeinschaftlicher Impuls ist, der alle regionalen Grenzen überschreitet und die ganze Menschheit betrifft. Und bei Chiron im Widder und Mars im Stier geht es um die Heilung und Evolution ganz konkreter Bereiche.

Als der Chiron in den Widder eingetreten ist, hat sich eine ganz besonders wichtige Veränderung ergeben. Als der Chiron noch in den Fischen stand, fand die heilerische und evolutionäre Arbeit vor allem im spirituellen Bereich und im Verborgenen statt. Mit Chiron im Widder wird sich die heilerische und evolutionäre Arbeit nun mehr und mehr ins Konkrete verschieben. Es geht darum, den spirituellen Impulsen nun einen Weg in die Welt zu bahnen.

Dazu kommt im Horoskop auf den Frühlingsanfang mit Mond/Chiron ein Hinweis auf Personen, die schon im Kindesalter das geistige Niveau ihrer Umgebung weit überschreiten. Personen mit dieser Konstellation im Geburtshoroskop stehen als Kinder zunächst einmal vor der Notwendigkeit, sich geistig an das Niveau der Umgebung anzugleichen, um zu überleben. Aber später gilt es dann, den eigenen schöpferischen Intuitionen Glauben zu schenken und der eigenen Freude zu folgen und das Mittelmaß hinter sich zu lassen. Nun ist das Niveau der heute herrschenden Evolutionsbremsen*1 ja ganz leicht zu überschreiten. Denn sich irgendetwas  einfallen zu lassen und zu tun, das intelligenter ist, als die Idee „wer mit den meisten Spielsachen stirbt, hat gewonnen…“ ist ja eigentlich jedem möglich.

Dennoch scheint sich ein großer Anteil der schöpferischen, heilerischen und evolutionären Energie derzeit – soweit ich sehe – vor allem in den jungen Menschen zu verkörpern, die jeden Freitag für die Erhaltung des Lebens auf dem Planeten Erde zum Demonstrieren auf die Straße gehen. In ihnen sehe ich die Pioniere, die den Impuls des Frühlingsanfangs in die Wirklichkeit tragen. Und mich hat in den letzten Tagen die Frage beschäftigt „wie kann man Great Thunberg und den anderen jungen Menschen helfen, die jeden Freitag demonstrieren gehen und sich für die Erhaltung der Biosphäre einsetzen“?

Ist es nicht ein Witz? Wir alle haben von der Evolutionstheorie von Charles Darwin gehört, wonach das Überleben der biologischen Arten davon abhängt, dass sie sich stets weiter entwickeln. Danach müsste jede Generation – zumindest ihrer genetischen Information nach, also in ihrem genetischen Potential – weiter entwickelt sein, als die ihrer Eltern. Wir können und wir müssen (!) darauf achten, was die Kinder und Jugendlichen uns sagen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Und wenn wir uns nicht weiter entwickeln, dann haben wir in ein paar Jahren die Biosphäre der Erde und damit auch die Basis für unser Leben zerstört. Biologen schätzen, dass täglich (!) 200 bis 250 biologische Arten aussterben.

Aber hören wir auf unsere Kinder? Meistens stopfen wir sie immer noch mit allen möglichen „Lerninhalten“ voll, bis sie genauso beschränkt, unkreativ und depressiv geworden sind wie wir selbst. Dann sind sie zu „wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft“ geworden. Na prima! Sie sind zu austauschbaren Funktionsträgern geworden, die man ausbeuten kann. Klasse!

Nach meiner Ansicht hat sich dieses Problem in den letzten Jahrzehnten deutlich verschärft. Denn ich erinnere mich nicht, dass einer meiner Mitschüler oder Mitstudenten Selbstmord begangen hat. Aber meine Stieftochter hat mir mehrfach davon berichtet, schon ab 1996. Das Motto der Evolutionsbremsen „lasst uns den Planeten ausbeuten, solange es noch geht….“ bedeutet vor allem auch, andere Menschen auszubeuten. Und dazu müssen diese Menschen zunächst einmal entsprechend konditioniert werden. Denn der Mensch ist ja seinem eigentlichen Wesen nach frei.

Insofern ist es ein großes Glück, dass die Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future jeden Freitag die Schule schwänzen. Ich bin diesen jungen Menschen wirklich dankbar. Und selbst wenn sie scheitern sollten – was hoffentlich nicht geschieht! – werden sie doch in dem Bewusstsein leben, etwas Sinnvolles und Mutiges getan zu haben.

Vor einigen Tagen sagte Greta Thunberg in Rom, dass es auf das Anliegen von Fridays for Future bisher leider keine angemessenen Antworten aus der Politik gibt. Was wenn es dabei bleibt? Man braucht kein Prophet zu sein, um vorher zu sehen, dass die Fortsetzung der Blockadehaltung des politischen und technologisch/wirtschaftlichen Establishments dazu führen wird, dass sich ein Teil dieser Jugendlichen radikalisieren wird. Andere werden entmutigt und depressiv werden. Ich könnte jetzt schon anfangen zu heulen, wenn ich daran denke. Weil das doch ganz wunderbare junge Menschen sind und ihr Einsatz sich als lebensrettend für unseren Planeten erweisen kann. Also dachte ich – was kann man tun, um Greta Thunberg und ihren Freundinnen und Freunden zu helfen? Meiner Ansicht nach geht es nicht nur, aber vor allem darum, unsere gesamte planetarische Energiewirtschaft auf erneuerbare und saubere Energien umzustellen.

Das Horoskop zeigt die gemeinschaftlichen Inhalte, die ab dem 5.5.2019 für ein Jahr gültig bleiben werden. Das Horoskop gilt weltweit. Der Grundimpuls manifestiert sich im Bereich der Kommunikation.*2 Und die Kommunikation bezieht sich auf das Zeichen Widder, das die „Energie“ symbolisiert. Das sieht nach einer erheblichen Dynamik aus, die sich ständig weiterbewegt.*3 Das könnte bedeuten, dass sich unsere teilweise ohnehin schon ziemlich heftige Art zu kommunizieren, nochmals intensiviert. Denkbar ist aber auch, dass die Energiewirtschaft zum Fokus weltweiter Gespräche und Überlegungen wird. Chiron, der die heilerischen und evolutionären Kräfte symbolisiert, steht ebenfalls im Energiezeichen Widder und bewegt sich im Sinne dieser Qualität. Und last but not least finden wir auch die Venus – die Liebe, Schönheit, Harmonie und das Gemeinschaftliche symbolisiert – im Widder. Das heißt wir haben einen extrem starken Schwerpunkt im Widder, so dass das Thema Energie in vielerlei Hinsicht eine ganz enorme Rolle spielen wird.*4 Dazu kommt die Chance, dass „Übersetzer“ auftauchen, die auch zwischen ganz unterschiedlichen Welten unparteiisch vermitteln können.*5

Die Sonne, die all das in konkrete Ausdrucks- und Verhaltensformen umsetzt, steht naturgemäß im Stier, dem Gemeinschaftszeichen. Möglicherweise können wir zusammen Einiges zuwege bringen. Zu hoffen wäre, dass im Sinne der evolutionären Impulse des Mondknotens im Krebs und dem Mond in Stier ein GEMEINSCHAFTSGEFÜHL entsteht. Ein gemeinsames Gefühl für unser Aller Vermögen. Gemeint ist der Planet Erde, der das Erdzeichen Stier regiert – unser Aller Mutter Gäa.

Meine Mutter war Psychotherapeutin und sagte mir einmal: „Weißt Du was mein Junge?“ So hat sie immer angefangen, wenn sie mir etwas mitteilen wollte, das ihr besonders wichtig erschien. Sie sagte also: „Weißt Du was mein Junge?“ Und fuhr fort: „Jungs wollen sich profilieren. Und wenn sie sich nicht durch konstruktive Handlungen profilieren können, dann profilieren sie sich halt negativ.“

Manchmal frage ich mich, ob sich manche „Jungs“, bis ins hohe Alter immer noch negativ profilieren müssen. Jedenfalls kann das Schicksal der Erde und damit unser aller Schicksal nicht allein ein paar alten, retardierten Männern überlassen werden, die das religiöse, wissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Establishment dominieren. So wie der Mond steht – der das natürliche, emotionale, weise, weibliche magische, natürliche, kindliche, träumende Selbst symbolisiert – müssen unbedingt auch die Naturvölker, die Frauen und die Kinder im planetarischen Zusammenleben gehört werden. Sonst kann von „Gemeinschaft“ oder „sozial“ überhaupt keine Rede sein.

 

Meine Empfehlung an Euch: Kultiviert Euer Gemeinschaftsgefühl.

 

Und habt es Alle gut

Vincento

 

*1 Der Begriff „Evolutionsbremsen“ taucht in meinen Texten immer wieder auf. Auf die Frage, ob es wirklich „negative“ oder „böse“ Wesen gibt, soll George Gurdjieff einmal gesagt haben – ich zitiere das nicht wörtlich, sondern nur sinngemäß aus dem Gedächtnis: ‚Schwer zu sagen, aber es gibt sicherlich Wesen, die in ihrer Entwicklung zurück geblieben sind und die Entwicklung anderer Wesen erschweren.’ Mit „Evolutionsbremsen“ meine ich genau solche zurückgebliebenen Wesen.

Osho hat darauf hingewiesen, dass Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen danach streben, Macht über andere Menschen zu gewinnen. Ich selbst habe vor allem nachdem ich irgendeine Art von Traumatisierung erfahren hatte, dazu tendiert, mehr Kontrolle ausüben zu wollen. Ähnliches habe ich auch an anderen beobachtet.

Unser religiöses, wissenschaftliches, wirtschaftliches und politisches Establishment scheint sich jedenfalls nicht gerade begeistert für evolutionäre, freie und schöpferische Bewegungen einzusetzen. Und ein besonders hoch entwickeltes spirituelles Bewusstsein scheinen diese Menschen auch nicht unbedingt zu haben. Es wäre nach meiner Ansicht dennoch falsch, „die da oben“ als einen festgefügten und einheitlich negativen Block anzusehen.

Aber Menschen, die sich für evolutionäre Veränderungen einsetzen, bilden im Establishment derzeit anscheinend nicht gerade die Mehrheit und haben es in ihrem Bemühen, konstruktiv zu wirken, auch nicht gerade leicht. So habe ich z. B. aus einer sehr vertrauenswürdigen Quelle erfahren, dass der Dalai Lama sich darum bemüht, dass im tibetischen Buddhismus die Frauen mehr Rechte bekommen und dass selbst er in diesem Bemühen von anderen religiösen Würdenträgern im Establishment des tibetischen Buddhismus behindert wird.

Astrologisch entspricht die derzeitige Entwicklungsblockade dem alten Mondknoten und Pluto/Saturn im Steinbock. Mit dem Uranus/Neptun-Halbquadrat kommt noch eine Schock-Lähmung dazu.

*2 Mars im Zwilling

*3 Mars im Zwilling und Merkur im Widder bewegen sich gegenseitig – „sie stehen in Rezeption“ und halten einander ständig in Bewegung.

*4 Chiron, Venus und Merkur stehen alle im Widder

*5 Merkur/Uranus symbolisiert unparteiische Vermittler, Übersetzer, Mediatoren usw.

 

  2 Antworten zu “Astrologisches zur Frühlingsmitte 2019 – Soziales und Energie”

  1. Leider ist der Klimawandel ein Schwindel (Nutznießer sind der öko-industrielle Komplex, die sogenannten Klimaforscher und vielfach die Politik). Die von ihren Eltern instrumentalisierte Greta Thunberg kann einem leid tun
    .
    Mit freundlichen Grüßen

    • Hi Ferdinand – Mag sein, dass Du Recht hast. Aber ob es den Klimawandel gibt oder nicht und ob Greta instrumentalisiert wird oder nicht, kann und mag ich nicht diskutieren. Denn mir fehlen dazu die notwendigen Fachkenntnisse. Herzlichen Gruß Vincento

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