„Monsieur Machine“ – Vorläufer des Transhumanismus

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In vielen Science Fiction Filmen gibt es Maschinenmenschen, den Terminator, Robocop, die Borg usw. und heute träumen die Transhumanisten von der Idee, ihr Bewusstsein als digitalen Datensatz in eine Cloud hoch zu laden und so für immer zu leben. Die Idee Menschen und Maschinen zu verschmelzen, oder künstliche Menschen zu schaffen und sogar die Idee, der Mensch sei ohnehin nicht mehr als eine komplizierte Maschine, gibt es schon recht lange.

Der olympische Mythos erzählte schon vor 3.600 Jahren, dass Hephaistos, der Schmied der olympischen Götter, goldene Roboter hergestellt hat, die den Göttern dienten. Man könnte auch an die deutsche Romantik denken. 1816 erschien die Erzählung „Der Sandmann“ von ETA Hoffmann, in der sich der Held n eine ideale Frau namens Olympia verliebt, die sich später als Automat und damit als ein Grund mehr erweist, der den Helden in den Wahnsinn treibt. Die Ideen der heutigen Transhumanisten sind also wirklich nicht besonders neu.   

Ein Vorläufer der heutigen Transhumanisten war der Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie. Als Verdienste La Mettries hob sein Förderer Friedrich II. hervor, dass er die These vertreten habe, dass Denken eine Organfunktion des Körpers, dass Geistiges eine Funktion der Materie sei. La Mettrie war also ein radikaler Materialist und sein Spitzname lautete dazu passend „Monsieur Machine“ – „Herr Maschine“. Da gibt es offensichtlich Ähnlichkeiten mit den Ideen der heutigen Transhumanisten.

La Mettrie wurde am 23.11.1709 geboren. Mit Mars im Schützen ist La Mettries Grundenergie darauf angelegt, Zusammenhänge zu erkennen. Er ist also ein nach Erkenntnis suchender Mensch. Mit Jupiter im Skorpion tendiert er in seinen Sichtweisen zum Systematischen. Und mit Pluto im Löwen projiziert er seine mentalen Systeme, Strukturen, Konzepte, Muster usw. auf das Lebendige. Er versucht das Lebendige in seine mentalen Konzepte zu fassen und das Lebendige ausschließlich als eine Struktur, oder ein System zu verstehen.

Da nun die Sonne als Herrscherin des Löwen im Schützen steht und dessen Herrscher der Jupiter im Skorpion, kommt er aus dieser Sichtweise auch nicht mehr ohne Weiteres heraus. Sondern es entsteht eine Art zwingender Kreislauf in dem Sinne, dass er seine Konzepte auch erlebt. So wie jemand der sich selbst durch seine Konzepte hypnotisiert hat, und die Wirklichkeit dann nur noch im Sinne seiner Konzepte erlebt und versteht.

Das ist natürlich ein Grundproblem, des menschlichen Daseins, dass wir unsere Erfahrungen durch unsere Konzepte formen und dadurch begrenzen. Aber bei La Mettrie besteht dieses Problem im Extrem.     

Nun hat La Mettrie Uranus/Pluto. Uranus/Pluto sorgt laut MRL für Enttäuschungen. Denn Uranus hebt die Konzepte des Plutos auf. Was logischerweise absolut zwingend voraussetzt, dass zunächst einmal eine Täuschung gegeben sein muss. Also waren die Konzepte und Vorstellungen des Herrn La Mettrie höchstwahrscheinlich Täuschungen. Und ich vermute, dass sich auch die Konzepte der heutigen Transhumanisten als Täuschungen erweisen werden. Hoffentlich möglichst bald!

Nach meiner Einschätzung wäre Monsieur Machine bei altem MK in der Jungfrau und Merkur/Sonne jedenfalls zu raten gewesen, aus seinem konzeptuell beschränkten Denken heraus zu kommen und sich mit neuem MK in den Fischen und Neptun im Widder der „Weisheit des Nichtwissens“ anzuvertrauen. Nach meiner Forschung geht es bei Uranus/Pluto darum, die Blase der Vorstellung zu sprengen.

Alles Gute

Vincento

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