Jan 012020
 

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Jahreswende 201972020 geschah schon zur Wintersonnenwende am 22. Dezember 2019. Denn die  Wintersonnenwende gehört aus astrologischer Sicht zu den markanten Momenten im Jahreslauf, die es erlauben, die kommenden zwölf Monate aus einer jeweils anderen Perspektive in den Blick zu nehmen. Ich schreibe diesmal etwas länger, weil es um Grundsätzliches geht.

Die Wintersonnenwende ist der Moment, wenn die Sonne 0° Steinbock erreicht und der Steinbock trennt nach Wolfgang Döbereiner zwischen subjektiv und objektiv zu Gunsten des Letzteren. Insofern ist der Steinbock ein wenig wie der „TÜV im Tierkreis“, der überprüft, ob etwas objektiv „fahrtüchtig“ ist und allgemeinen Gesetzmäßigkeiten entspricht. Lasst uns da Mal etwas tiefer einsteigen…

Weitere Entsprechungen des Steinbocks und seines Herrschers Saturn sind die Bestimmung, das Gesetz, der Staat, das Allgemeingültige, der Mainstream, das kollektive Bewusstsein usw. Ein Freund aus Griechenland – Danke lieber Gorgos! – hat mir geholfen, die ursprüngliche Bedeutung des Steinbocks und viele andere in astrologischer Hinsicht wichtige Begriffe aus dem Altgriechischen und anderen alten Sprachen zu entschlüsseln, Danke!

„Steinbock“ kommt aus Altgriechisch „egokeros“, aus eks, „Ziegenbock“ und keras, „Horn“, also „gehörnter Ziegenbock“. Eks entstand aus der Verbindung aramäisch aic, und sanskrit agas, die beide ebenfalls Ziegenbock bedeuten. Aus derselben Wurzel aic, entstand ejialos, das den Ort bedeutet, wo Meer und Land zusammenkommen. Diese Bedeutung ergab sich aus der Beobachtung des weißen Schaums auf den Brandungswellen bei rauer See. Die Brandung wurde mit Ziegenböcken assoziiert, weil der weiße Schaum an ihr Fell und die Wucht der Wogen an die Kraft der Ziegenböcke erinnerte. Deshalb bedeutet der Plural ejes sowohl Ziegenböcke, wie auch starke Wellen. Aus dieser Doppelbedeutung dürfte sich die Symbolik vom „Ziegenfisch“ ergeben haben, eines Wesens mit einem Fischunterleib und dem Kopf und Oberkörper eines Ziegenbocks. Das astrologische Zeichen des Steinbocks hieß früher „Ziegenfisch“. Und entscheidend dabei ist, dass es sich nicht um etwas Einzelnes handelt, nicht um eine einzelne Welle, sondern um viele, viele Wellen, die ans Ufer rollen.

Also haben wir es mit einer Symbolik zu tun, die besagt, dass im Steinbock Inhalte aus dem Ozean des kollektiven und nicht etwa nur des persönlichen Unbewussten mit großer Wucht an die Gestade der Erscheinungswelt rollen, so wie Brandungswellen an den Strand.

Aus jungianischer Sicht betrachtet, werden die Inhalte des kollektiven Unbewussten zu den entscheidenden Faktoren der allgemeinen Weltanschauung, durch die dann die Maßstäbe und Grenzen des kollektiven Bewusstseins bestimmt werden. Und das wird von den allermeisten Menschen nicht bewusst reflektiert.

Denn es entsteht im kollektiven Bewusstsein eine Verfassung, die von den meisten Menschen deshalb nicht mehr kritisch reflektiert wird, weil sie von einem unbewussten kollektiven Selbst- und Weltverständnis getragen wird, das so selbstverständlich ist, dass fast niemand sich vorstellen kann, dass die Wirklichkeit anders sein könnte, als allgemein geglaubt wird.

Und der Staat setzt dann die jeweils allgemein herrschende Weltanschauung, also den jeweiligen Mainstream des kollektiven Bewusstseins üblicherweise zu Gunsten der ohnehin herrschenden Gesellschaftsschichten durch und in unserer Zeit ist das der wissenschaftlich technische Materialismus. Der Mainstream repräsentiert dabei natürlich gar nicht unbedingt die Denkhaltung aller Menschen, sondern nur die vorherrschende Denkhaltung. Und die vorherrschende Denkhaltung kann durch Geschäftsleute, Priester, Politiker usw. manipuliert und in bestimmte Richtungen gelenkt werden. Die Priester unserer Zeit sind übrigens die Wissenschaftler. Der wissenschaftlich technische Materialismus ist im doppelten Wortsinn unsere derzeitige Weltreligion.

Die Ministerin Klöckner und Minister Steinmeier verhalten, bzw. verhielten sich z. B. so, dass sie auf der Gehaltsliste von Monsanto stehen könnten. Ministerpräsident Kretschmann setzt sich für die Einführung von 5G ein, was der Mobilfunkindustrie sicherlich angenehm ist. Minister Spahn unterstützt gewollt oder ungewollt mit seiner Idee der Impfpflicht die Pharmaindustrie. Natürlich gibt es auch Politiker, die einen anderen Kurs fahren, aber das sind nur wenige, zumindest bisher. So sagte z. B. der Physiker und Politiker Klaus Buchner, dass er als 5G-Kritiker im Europäischen Parlament absolut in der Minderheit ist.

Passend dazu erlebten wir im nun zu Ende gehenden Jahr 2019 Angriffe auf die Homöopathie, die Heilpraktiker und auf Julian Assange, einen der wichtigsten Aufklärer auf der Erde. Das herrschende System setzt nicht nur seine eigenen Interessen durch, sondern es bekämpft auch die noch bestehenden Alternativen und alternativen Sichtweisen. Womöglich erahnt das herrschende System angesichts der Tatsache, dass es mit der Biosphäre der Erde auch seine eigenen Daseinsgrundlagen zerstört und gerät darüber in Panik?

Jedenfalls haben wir schon seit längerem den Saturn, den Herrschers des Steinbocks ebendort, also in seinem eigenen Zeichen. Und da wandelt sich dieses Prinzip aus sich selbst und durch sich selbst, es wird selbstbezüglich. Was sich z. B. darin zeigt, dass die Politik schon seit Längerem hauptsächlich um sich selbst kreist und die Antworten auf wesentliche Fragen der Gegenwart schuldig bleibt.

Sorry, dass ich mich hier wiederhole, aber Saturn im Steinbock ist eine Konstellation von entscheidender Bedeutung, deren aktuelle Erscheinungsform in der Politik uns geradezu vorbildhaft zeigt, wie man es NICHT machen sollte. Und da diese sehr langsam laufende Konstellation immer wieder das aktuelle Zeitgeschehen bestimmt, schreibe ich auch immer wieder darüber.

Saturn im Steinbock ist so ähnlich wie die individuelle Saturnkrise im Alter von ca. 29/30 Jahren, wo man die Chance hat, „neue Schicksalsgeleise zu verlegen“, also neue, nachhaltig wirksame Entscheidungen zu treffen, aber auch die Chance, beim Althergebrachten zu bleiben. Das Gros unserer Politiker scheint sich für Letzteres entschieden zu haben.

Ein verblüffendes und für mich erschreckendes Beispiel ist der Gemeinderat von Freiburg, der erst im Frühsommer gewählt wurde und zum großen Teil aus noch sehr jungen Menschen und sehr vielen Frauen besteht. Einer der Stadträte ist gerade Mal 21 und viele sind ganz neu im Gemeinderat. Und da hat nun dieser Gemeinderat, der 48 Mitglieder hat, im Dezember 2019 den Digitalisierungsplan der Stadt einfach durch gewunken, mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Und ich war erschrocken, weil ich nicht geglaubt hatte, dass diese jungen Menschen und gerade auch noch die Frauen darunter jetzt schon alle so angepasst sind. Ich hatte gehofft, da kommt jetzt Mal ein evolutionärer und intelligenter, weiblicher Impuls, aber der kam nicht! Echt super schade!!!

Kennt Ihr die Science Fiction Serie „Raumschiff Enterprise“? Da kommt es immer wieder Mal zu Begegnungen mit den „Borg“. Das sind teils menschliche, teils maschinelle Wesen und die fliegen passend zum Saturn, der in der Münchner Rhythmenlehre die Vier als Symbolzahl hat, in würfelförmigen Schiffen durch den Weltraum und „assimilieren“ alles, was sie an Menschen überwältigen können und machen sie ebenfalls zu Maschinenwesen. Die Borg sind eine Erscheinungsform von Steinbock und Saturn.

Stell Dir mal vor, Du sitzt irgendwann in der Zukunft in einem Kino. Es ist dunkel, auf der Leinwand ist der grenzenlose Weltraum zu sehen und Du hörst eine Stimme: „Und es begab sich zu der Zeit, als es den Borg gelang, Elon Musk und andere Erdlinge telepathisch zu überwältigen und zu assimilieren, so dass sie dazu inspiriert wurden, den Planeten Erde durch zehntausende von Satelliten aus dem Weltraum mit Mobilfunk zu bestrahlen. Und so kam es, dass täglich nicht mehr nur 250, sondern 750 biologische Arten auf der Erde ausgestorben sind. Die edelsten der Borg und die leistungsfähigsten der Menschen fanden so endlich zueinander und der grandiose Superborgmaximus, der mächtigste und edelste der Borg, ehelichte die anmutigste Menschin. Sie konstruierten viele, viele Kinder und so begann eine Epoche nie dagewesener kosmischer Effektivität. Dies ist die Geschichte von…“ Dann setzt tosend eine triumphale Musik ein, die ziemlich kitschig ist und heftig auf die Tränendrüsen drückt, so dass Alle flennen – und den Rest von dem Film kannst Du Dir jetzt selbst ausdenken. Und dann ist der Film irgendwann vorbei, Du gehst aus dem Kino raus und befindest Dich – na wo wohl? – auf einem der würfelförmigen Raumschiffe der Borg! Das war doch klar! Du befindest Dich in der Zukunft auf einem Schiff der Borg und jetzt fängt das Abenteuer erst wirklich an! Denn Deine Innere Stimme stellt Fragen: „Was könnten wir tun, um das zu verhindern? Was müssten wir in Herz und Geist tragen, um eine andere, schönere Zukunft zu schaffen? Und in welcher Zeit und an welchem Ort sollten wir sein, um das jetzt zu ermöglichen?“ Und die Antwort auf die letzte Frage bringt Dich womöglich zurück ins Hier und Jetzt und zu diesem Text…

Der Gedanke, dass unsere Ideen von den Sternen kommen, stammt übrigens von dem Arzt, Astrologen und Alchemisten Paracelsus, der als einer der bedeutendsten Ärzte Europas gilt. Ähnliche Ideen finden sich bei Rudolf Steiner, der einmal sagte – ich zitiere nicht wörtlich sondern nur sinngemäß – dass sich in der vorgeburtlichen Entwicklung der Sternenhimmel im Gehirn des Embryos abbildet – was aus astrologischer Sicht sehr naheliegend ist. Und Steiner sprach auch mehrfach davon, dass sich um die Wende vom 2. ins 3. Jahrtausend ein Konflikt zwischen dem Menschlichen und dem Maschinellen abbilden würde. Und das hat der schon vor fast Hundert Jahren gesagt. Manche denken ja – „Anthroposophie ist, wenn man seinen Namen tanzen kann“. Werch ein Illtum! Die Anthroposophie ist sehr, sehr viel mehr als das!

Und unsere Science Fiction Filme bilden diesen Konflikt zwischen dem Menschlichen und dem Maschinellen schon seit Jahren ab, man denke an die Serien Matrix, Terminator und Robocop, oder eben an die Borg. Die Borg sind in ihrer Gier, andere Wesen zu „assimilieren“ eine Art „Kindlesfress“ und auch das passt zum Saturn, weil der mythologisch dem Titanen Kronos entspricht, der die Zeit symbolisiert und seine eigenen Kinder frisst, oder assimiliert.

Auch die indischen Götter der Zeit, wie Kali und Mahakala sind verschlingende Gottheiten. Klar, ausnahmslos Alles was im Irdischen und Zeitlichen auftaucht, wird irgendwann auch von der Zeit verschlungen. Okay, so funktioniert halt die Erscheinungswelt.

Aber im heutigen wissenschaftlich technischen Materialismus scheint der Saturn/Kronos so was wie Bulimie, also Ess-Brech-Sucht zu haben! Ständig wird immer mehr verbraucht und entsorgt, als gäbe es kein Morgen. Der Mensch wird als „Verbraucher“ bezeichnet und stets neu verführt, als bestünde er nur aus Mund, Schlund, Speiseröhre, Magen, Gedärm und Darmausgang. Mögt Ihr Euch wirklich ausschließlich damit identifizieren?

Aus astrologischer Sicht sind wir keineswegs nur „Verbraucher“ sondern mikrokosmische Abbilder des Makrokosmos, erwachter Sternenstaub, kosmische Wesen, die aus Trilliarden unterschiedlicher Kombinationen von nur zwölf kosmischen Prinzipien bestehen. Aber meistens bemerken wir das nicht. Mein Anliegen als Astrologe ist seit Jahren immer wieder darauf hinzuweisen, dass wir irdische UND kosmische Wesen sind und dadurch einen emanzipatorischen Impuls zu setzen. Und ich hoffe, dass man das irgendwann merkt.

Da fällt mir ein – der bayerische Regisseur, Autor und Maler Herbert Achternbusch sagte einmal: „Diese Gegend hat mich kaputt gemacht und ich bleibe jetzt solange hier, bis man das der Gegend  anmerkt.“ Als Wassermann denke ich halt gerne assoziativ und ich bin auch selber ganz schön trotzig – aber lassen wir das, zurück zum Thema:

Wir haben passend zur Wintersonnenwende diverse Steinbock-Themen gestreift: Saturn, Kronos, Kali, Mahakala, Zeit, Mainstream, kollektives Bewusstsein, Bestimmung, Gesetz, Staat, Borg usw. Und da geht es jetzt also im Wesentlichen um die kollektiven geistigen Strömungen der Zeit und wie die in den nächsten zwölf Monaten aussehen. Und all das und noch mehr, zeigt uns das Horoskop auf die Wintersonnenwende.

Bevor wir da tiefer einsteigen, möchte ich klar stellen, dass kein Tierkreiszeichen und kein Planet grundsätzlich schlecht oder gut sind. Wenn es den Steinbock und den Saturn nicht gäbe, hätten wir keine Knochen, keine Kristalle, keine Naturgesetze usw. Ohne Steinbock geht es einfach nicht, my Darling! Die Schwierigkeit mit diesem Prinzip besteht heute halt nur darin, dass derzeit mit dem alten Mondknoten und dem Saturn im Steinbock das Bestimmende um sich selber kreist und politisch fast nur noch als „Autismus der Mächtigen“ wirksam wird. So – jetzt zum Horoskop auf die Wintersonnenwende 2019:

Wintersonnenwende 2019/2020

Da fällt zunächst einmal rein quantitativ auf, dass Sonne, Jupiter, alter Mondknoten, Saturn und Pluto alle im Steinbock und damit unter der Herrschaft des Saturns stehen. Eben deshalb habe ich etwas ausgeholt und erst Mal eine ganze Reihe der Bedeutungen des Steinbocks und des Saturns dargestellt. Und strukturell werden in diesem Horoskop auch noch der neue Mondknoten, der Mond, Mars und Jupiter in diese enorme Verdichtung im Steinbock mit hinein gezogen. Wir haben also acht Faktoren, die alle auf den Steinbock bezogen sind.

Das bedeutet, dass die verschiedensten Faktoren – also Lebensaspekte – in den Bannkreis des Bestimmenden fallen, das, wie schon erwähnt, derzeit um sich selbst kreist. Das landet also mythologisch gesprochen alles im Bauch von Saturn/Kronos und da drängt sich die Frage auf, wie wird das denn jetzt weitergehen? Läuft das womöglich, wie im olympischen Mythos?

Da war es irgendwann so, dass der Kronos bereits fünf seiner Kinder verschlungen hatte und da hatte dann seine Ehefrau und Schwester, die Erdgöttin Rhea endgültig die Nase voll. Als das sechste Kind geboren wurde, nämlich Zeus, der astrologisch dem Jupiter entspricht, hat Rhea einen Stein in eine Windel gewickelt und dem Kronos überreicht und dazu gesagt: „Hier, Dein sechstes Kind.“ Und dann hat der Kronos anstandslos den Stein gefressen.

Und sein Sohn Zeus wurde derweil heimlich in den Höhlen von Kreta von weiblichen Gottheiten aufgezogen. Und als Zeus erwachsen geworden war, kam er als Mundschenk verkleidet an den Hof seines Vaters Kronos, schenkte ihm ein Getränk aus Honigwein und Senf ein, brachte den Kronos dadurch zum Kotzen, so dass der seine Brüder und Schwestern erbrach, besiegte mit denen den Kronos und begründete mit ihnen zusammen das Parlament der olympischen Götter – sechs Göttinnen, sechs Götter und abgestimmt wurde demokratisch. Frauen und Männer waren gleichberechtigt und demokratisch organisiert!

Überlegt Euch das Mal, das ist der Mythos Europas und dieser Mythos ist 3.600 Jahre alt! Ich träume davon, dass der realisiert wird. Und heute? Da stimmen die 20 Frauen unter 48 Stadträten in Freiburg alle systemkonform für die Digitalisierung. Und ich habe gehofft, dass die Frauen, je mehr sie an Einfluss gewinnen, die Gesellschaft und die Politik menschlicher machen werden.

Zurück zum Mythos! Die eine Möglichkeit wäre, dass Saturn/Kronos sich irgendwann total überfressen hat und dass ihn der Zeus zum Kotzen bringt. Immerhin haben wir den Jupiter im Steinbock, also den Zeus am Hof des Kronos. Und der Zeus symbolisiert die Kunst, den Kronos zum Kotzen zu bringen! So dass sich das Lebendige befreien kann und die Geld- und Machteliten das irdische Leben nicht noch weiter zerstören können.

Am Rande: „Geld- und Machteliten“ klingt nach einer „Verschwörungstheorie“. Aber dass sich auf unserem Planeten immer mehr Geld und damit auch immer mehr Macht in den Händen von immer weniger Menschen konzentriert – darunter z. B. der schon erwähnte Elon Musk, der zehntausende von Mobilfunksatelliten in die Erdatmosphäre schießen lassen will, ist eben leider keine Theorie, sondern eine auch in den konventionellen Medien dokumentierte Tatsache.

Die andere Möglichkeit wäre, dass es läuft wie bei den Borg und alles „assimiliert“ wird. Die sagen  dann übrigens immer: „Wir sind die Borg. Ihr werdet assimiliert! Widerstand ist zwecklos!“ wenn sie versuchen, jemanden zu überwältigen. Das ähnelt der Propaganda der Mobilfunkindustrie, wonach „5G sowieso kommt und auch nicht wieder geht“. Der Sozialpsychologe Harald Welzer sprach schon vor ein paar Jahren darüber, dass Silicon Valley genau diese Propagandaschiene, dass „5G sowieso kommt“, schon seit Jahren fährt. Dann hört man das mal hier, mal da, es sackt ins Unterbewusstsein und irgendwann glaubt man es selber und glaubt diesen Stuss zum Vorteil der Mobilfunkindustrie auch noch selber in die Realität.

Ich weiß nicht, ob es gelingen wird, den Kronos zum Kotzen zu bringen und das Lebendige zu befreien, oder ob es laufen wird, wie bei den Borg. Vielleicht gibt es ja auch noch eine noch viel bessere, dritte Möglichkeit? Wer weiß? Klar bin ich Astrologe und kann anhand der astrologischen Konstellationen zumindest teilweise erfassen, was kommt. Aber was wir aus diesen Konstellationen machen und wie sie sich dann konkret manifestieren, hängt eben auch von uns Allen ab.

Wisst Ihr, was unser Geist mit einem Fallschirm gemeinsam hat?

Die funktionieren beide am Besten, wenn sie offen sind!

Also schreibe ich über den Mythos und die Borg, Rudolf Steiner und Paracelsus usw., damit sich unser Geist Mal etwas aus den vorverlegten Denkschienen der medialen Gegenwart befreien und sich evolutionär entfalten kann. Stellt Euch mal vor, wir springen ab und der Fallschirm unseres Geistes entfaltet sich nicht! Also das hat schon seinen Grund, dass ich manchmal etwas weiter aushole. So – und jetzt geht es darum, wo nach dem Horoskop auf die Wintersonnenwende unsere evolutionären Chancen liegen:

Der neue Mondknoten, der immer die evolutionären Chancen symbolisiert, wird vom Mond beherrscht und der zusammen mit dem Mars vom Pluto im Steinbock. Und in dieser Gruppe von Planeten symbolisiert der Mars im Skorpion den primären Impuls. Mars im Skorpion kann eine Art von Dominoeffekt erzeugen, weil sich hier der primäre Impuls im Sinne des Skorpions auf ein ganzes System oder eine ganze Struktur richtet. Und der Pluto ist der vorläufige Endherrscher dieser Struktur. Das bedeutet, dass unsere evolutionären Chancen dort liegen, wo wir uns leidenschaftlich dafür engagieren, eine Desillusionierung herbei zu führen, also eine Aufklärung!

Seit der Pluto in den Steinbock eintrat, nämlich 2008 ziemlich synchron mit dem damaligen Bankencrash, kam es immer wieder zu grundsätzlichen Desillusionierungen hinsichtlich der uns bestimmenden Institutionen – Bankencrash, sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche, der Ruin Griechenlands durch die europäische Troika usw. – ich kann mich schon gar nicht mehr an Alles erinnern. 5G ist nur das allerneueste Glied in dieser Kette von Skandalen. Sich mit diesen Themen zu beschäftigen ist nicht lustig, aber notwendig. Klärt Euch auf. Übrigens symbolisiert der Mond in der traditionellen Astrologie „das Volk“ – es geht also darum, dass das Volk in Bewegung kommt und eine Menge unbequeme Fragen stellt!

Sind alle unsere traditionellen Institutionen und Strukturen korrupt? Mir scheint, viele sind total überholt und dem 21. Jahrhundert unangemessen. Denn sie zeigen gemessen an unserer globalen Situation viel zu wenig emotionale, soziale, ökologische, spirituelle und menschliche Intelligenz! Und nun will man die menschliche Intelligenz durch die „künstliche Intelligenz“ belauern, ausspionieren, einschränken und steuern, noch bevor die menschliche Intelligenz überhaupt wirklich erblüht ist.

Man spricht und schwärmt vom „Transhumanismus“, wo man das Menschliche mit dem Maschinellen verschränken will. Man will das menschliche Hirn direkt mit Computern verbinden und durch zehntausende von Satelliten den ganzen Planeten mit Mobilfunk bestrahlen. Man steuert auf den Transhumanismus zu, noch bevor der Humanismus, nämlich eine auf der menschlichen Würde beruhende Zivilisation überhaupt erst wirklich erblühen konnte.

Mit dem wirklichen Erblühen des Humanismus meine ich eine planetarische Kultur, die auf der Würde des Menschen und den universellen Menschenrechten beruht! Und Jesus, Buddha und andere haben schon vor Tausenden von Jahren betont, dass uns allen eine universelle Intelligenz innewohnt. Aber wer von uns hat das denn schon realisiert? Was mich wirklich beunruhigt ist, dass die Einführung von 5G und andere Erscheinungen des Transhumanismus dazu führen könnten, dass das menschliche Bewusstsein versklavt und verkrüppelt wird, noch bevor es sich wirklich entfalten konnte. Man will uns mit Maschinen verschmelzen, noch bevor wir wirklich voll erblühte Menschen geworden sind!

Was ist das Ergebnis der Wintersonnenwende 2019/2020?

Wie sieht das Ergebnis vom Horoskop auf die Wintersonnenwende 2019/2020 aus? Es heißt, dass Prognosen schwer zu machen sind, speziell Prognosen für die Zukunft. 🙂 Und im Internet wird dieser Spruch mal dem Physiker Niels Bohr und mal dem Schriftsteller Mark Twain zugeschrieben. Überhaupt scheint das Zuschreiben im Internet, zum Beispiel auf Facebook, sehr in Mode zu sein. Da wird irgendetwas gepostet und darunter steht dann z. B. „Laotse“ oder „Buddha“. Wenn das so weitergeht, werde auch ich irgendwann allen möglichen Stuss publizieren und dann einfach mit „Gott“ zu signieren. 🙂

Wie ist das jetzt mit den astrologischen Prognosen – jetzt Mal ganz grundsätzlich?

Da wir gerade die Sonne im Steinbock haben, der das Allgemeingültige symbolisiert, lasst mich Mal etwas Grundsätzliches dazu sagen: Wolfgang Döbereiner sagte einmal sinngemäß – Prognosen sind nur deshalb möglich, weil die Mehrheit dazu tendiert, die astrologischen Konstellationen auf dem aller untersten Niveau zu leben. Und es wird erzählt, dass einmal eine Frau an Rudolf Steiner heran trat und ganz aufgeregt berichtete: „Herr Doktor Steiner, Herr Doktor Steiner! Ich war bei einem Astrologen und alle, wirklich alle seine Vorhersagen sind eingetreten!“ Worauf Rudolf Steiner diese Frau gefragt haben soll: „Und da schämen Sie sich nicht?“

Vielleicht liegt es ja auch ein bißchen an uns?

Vielleicht liegt es ja auch ein bißchen an uns, was sich aus den astrologischen Konstellationen heraus in unserem Leben manifestiert? Wenn dem nicht so wäre, wären ja alle Astrologen völlig nutzlos, nicht wahr? Denn es würde ja immer nur eh all das geschehen, was laut den Konstellationen sowieso geschehen „soll“. Da würde keine astrologische Beratung etwas nützen.

Ich sehe den Menschen als eine Art Transformator. Er transformiert himmlische Energien in irdische Energien und umgekehrt, er steht wie eine kosmische Antenne als Sender und Empfänger zwischen Himmel und Erde. Und ich meine, dass wir unsere astrologischen Konstellationen umwandeln können – nicht ganz und gar, aber doch teilweise, vorausgesetzt, wir nehmen sie an.

„Auf dem Raumschiff Erde gibt es keine Passagiere sondern nur Besatzungsmitglieder!“

Der amerikanische Architekt und Visionär Buckminster Fuller sagte einmal: „Auf dem Raumschiff Erde gibt es keine Passagiere sondern nur Besatzungsmitglieder!“ Wenn wir die Science Fiction Filme als Ausdrucksformen des kollektiven Unterbewussten verstehen – und ich halte das für einen legitimen Denkansatz – dann wären diese Filme Ausdrucksformen kollektiver, unbewusster Hoffnungen und Ängste bezüglich unserer Zukunft. Ich mag mich irren, aber es kann doch sein, dass Buckminster Fuller mit seiner Idee, dass wir Alle Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Erde sind, Recht hat! Und das würde bedeuten, dass wir Alle etwas Bedeutsames und Wichtiges auf dem Raumschiff Erde zu tun haben!

Jetzt seid Ihr ja vielleicht keine Science Fiction Fans, aber ich interessiere mich dafür. Und da fiel mir kürzlich auf, dass sich die Atmosphäre in den Science Fiction Filmen in den letzten Jahren zunehmend verdüstert hat. Vielleicht ist es ja an der Zeit, von einer neuen Epoche zu träumen? Manche träumen vom „Himmel auf Erden“. Und genau das hat ganz essentiell etwas mit dem Ergebnis und der Bedeutung des Horoskops auf die Wintersonnenwende 2019/2020 zu tun, schaut selbst!:

Die Venus steht im Wassermann, dem Zeichen des Himmels und dessen Herrscher, der Uranus steht im Stier, dem Zeichen der Erde. Das heißt, Himmel und Erde durchdringen einander. Und da nun die Venus und Uranus im Quadrat zueinander stehen, ist das zunächst kompliziert und spannungsvoll. Aber immerhin, Himmel und Erde kommen einander endlich wieder näher! Das ist übrigens auch eine Konstellation für einen weltweiten gesellschaftlichen Wandel. Und wir haben da einige sehr schöne, wirklich wundervoll unterstützende Konstellationen:

Jupiter verbindet sich harmonisch mit Uranus. Das ist eine Inspirationskonstellation, die gerade auch für soziale Wandlungsvorgänge überraschende Erfolge ermöglicht. Und Jupiter verbindet sich harmonisch mit Neptun, das ist eine Konstellation für multidimensionales, intuitives Bewusstsein. Dazu kommt, dass die Venus in einer harmonischen Verbindung zum Chiron steht und diese Konstellation symbolisiert Liebe und Heilung.

In diesem Sinne uns Allen Alles Gute in 2020
Vincento

 1. Januar 2020  Veröffentlicht von um 23:21  Allgemein  Kommentieren

  6 Antworten zu “Astrologisches zur Jahreswende 2019/2020 – Himmel auf Erden?”

  1. Danke für diesen wundervollen, inspirierenden Beitrag

  2. lieber Vincento

    danke für diesen umfangreichen, wertvollen Beitrag.

    Und für 2020…Ein Gutes. Ein Schönes. Ein Gesegnetes. Ein Freudenreiches ….von Herzen…wünsche ich Dir …

    und liebe Grüße … Christel

  3. Lieber Vincento,

    DANKE für deine so hilf- und aufschlussreich zusammengefügten Informationen! Dein Herzblut kommt an.
    Wie gut, dass der Freiburger Gemeinderat nicht stellvertretend für alle Frauen stehen kann. Damit möchte ich einfach nur Mut machen, dem Impuls der Frauen weiter zu vertrauen. Sie arbeiten wie die Ameisen am großen Bau und wie schön, dass auch Männer am Wandel beteiligt sind. Ich glaube gemeinsam können wir es schaffen, wenn wir endlich aufwachen und verstehen wie kostbar das ist, was wir schützen müssen!!!
    Ich jedenfalls danke dir von Herzen für all diese Infos, die mich wirklich bereichern und unterstützen.

    lieber Gruß Almut

    • Liebe Almut,

      herzlichen Dank für Deine ermutigenden Worte.

      Ich tendiere dazu, die Frauen zu idealisieren und bin dann manchmal
      schlimmer enttäuscht als nötig. Immerhin haben ja auch 26 männliche
      Stadträte für die Digitalisierung gestimmt. Man sollte gerecht bleiben.

      Du schreibst: „Ich glaube gemeinsam können wir es schaffen, wenn
      wir endlich aufwachen und verstehen wie kostbar das ist, was wir
      schützen müssen!!!“ Das glaube ich auch.

      Alles Gute in 2020
      Herzlich
      Vincento

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