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Wie geht es eigentlich dem Uranus?

Liebe Freundinnen und Freunde der Astrologie,

wisst Ihr, wer der Schutzheilige der Kinderspielplätze ist? Das ist der heilige Sankt Kasten! Der Moment wenn wir einen Witz verstehen, ist oft ein Uranusmoment. Ein Witz bringt uns nämlich oft dazu, eine Verbindung zwischen zwei Gedanken herzustellen, die normalerweise gar nichts miteinander zu tun haben. Wir werden schöpferisch und stellen eine Assoziation her, die uns selbst überrascht. Und durch diese ungewöhnliche Gedankenverbindung brechen wir für einen Moment aus der Normalität aus. Der schöpferische Ausbruch aus der Normalität entspricht dem Uranus. Verständlich, dass die Hüter der Normalität oft recht humorlos sind.

Der schöpferische Ausbruch aus der Normalität entspricht dem Uranus

Als Kind und Jugendlicher hatte ich an der Schule ganz unterschiedliche Lehrer. Einige waren autoritär und haben uns misshandelt. Andere Lehrer waren liberal und liebenswert. Es war eine Umbruchszeit. Der damalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt engagierte sich für Frieden, Entspannung und Versöhnung mit der Sowjetunion und Ostdeutschland. Er prägte den Slogan „mehr Demokratie wagen“. Wir orientierten uns an dem Slogan „make love not war“ und hörten Beat, Rock, Reggae, Folk, Funk, Latin usw. Es war die Zeit der sexuellen Befreiung und der psychedelischen Drogen. Ich glaube viele von uns versuchten damals mehr oder weniger bewusst, irgendwie die Traumatisierungen zu überwinden, die unsere Eltern durch den zweiten Weltkrieg und die Nazizeit erlitten hatten. Wir wollten aus der mit Schuld beladenen, autoritären, langweiligen und grauen Normalität ausbrechen, die damals noch vielerorts das gesellschaftliche Klima dominierte.

In den letzten Jahren habe ich mich oft gefragt, ob manche unserer heutigen Politiker zu viele, zu wenige oder die falschen Drogen genommen haben. Mir scheint da ein Mangel an Balance und Intelligenz vorzuliegen und vielleicht ist das ja ein chemisches Problem. Manchmal ist Humor eine Form von Notwehr. Aber ich will das jetzt nicht vertiefen, denn es geht mir um die Frage – wie geht es eigentlich dem Uranus?

Entdeckung des Uranus am 13.3.1781 um 22:58:10 GMT in Bath mit Transiten vom 8.9.2026

Das Horoskop zeigt den Moment, als der Uranus entdeckt und damit bildlich gesprochen „in das Bewusstsein der Menschheit geboren“ wurde. Es ist ein metaastrologisches Schlüsselbild* und zeigt uns, was der Uranus für die Menschheit bedeutet. Mit der Sonne in Haus 4 in den Fischen schöpft der Uranus aus dem grenzenlosen universellen Bewusstsein. Im Weiteren symbolisiert der Uranus die Würde, Freiheit und schöpferische Kraft des Menschen.

Rechts unten sind außen am Kreis die aktuellen Positionen des Neptun und Saturn angebildet. Danach könnte man sagen, dass der Uranus derzeit eine Neptun/Neptun-Opposition und eine Saturn/Merkur-Konjunktion hat. Neptun/Neptun zeigt eine fundamentale Ernüchterung und Saturn über Merkur bedeutet eine Zurückweisung und Beschränkung. Beide Konstellationen stehen in Haus 5 und betreffen damit den Ausdruck des Uranus. Das heißt, der Uranus und damit auch die Würde, Freiheit und schöpferische Kraft des Menschen erfahren hinsichtlich ihres Ausdrucks eine fundamentale Ernüchterung, Zurückweisung und Beschränkung. Was bedeutet das konkret? Da könnte man jetzt an verschiedene Dinge denken, z. B. an KI. Oder daran, dass man sich heute aus 72 verschiedenen sexuellen Identitäten eine auswählen, aber in wichtigen Fragen nur die eine, nämlich die  „richtige“ Meinung haben darf.

Zumindest hinsichtlich seiner Ausdrucksmöglichkeiten geht es dem Uranus also derzeit nicht so gut. Was kann man da machen? Sollte man meditieren und in die grenzenlosen Räume des universellen Bewusstseins eintauchen, um den Uranus und auch sich selbst zu regenerieren? Oder sollte man den heiligen Sankt Kasten um Hilfe bitten? Oder am Besten gleich beides? Was meint Ihr dazu? Schreibt es in die Kommentare, wenn Ihr mögt.

Herzliche Grüße und Alles Gute

Vincento

* Die metaastrologischen Schlüsselbilder beruhen auf besonders bedeutsamen Momenten in der Astronomie, wie z.B. der Entdeckung neuer Planeten, der Mondlandung usw. Diese Horoskope sind ein außerordentlich aufschlussreiches Material für astrologische Forscher jedweder Richtung. Unter dem Stichwort „Metaastrologie“ finden sich weitere Texte zu diesem Thema hier auf diesem Blog.      

1 Gedanke zu „Wie geht es eigentlich dem Uranus?“

  1. Lieber Vincento! Danke für den ersten Impuls – unterschätze den Uranus nicht 🙂
    Dein Anfang, die Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Gedankenkonzepten bringt uns in Kreativität- zuerst lachen wir über den Witz? Aber womöglich verstehen wir: Schöpfung aus dem grenzenlosen, universellen Bewusstsein!!! Wie schön, was besseres könnte uns doch gar nicht passieren, oder?
    Umarmung und danke für deinen wertvollen Impuls!
    Ursula

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