Apr 302017
 

Liebe Leserinnen und Leser, heute vor 125 Jahren am 30. April 1892 war die letzte Konjunktion von Neptun und Pluto, eine Konstellation, die nur ungefähr alle 500 Jahre zustande kommt. Zeit für einen astrologischen Blick auf die Bedeutung dieser besonderen Konstellation, die bis heute nachwirkt und noch ca. 375 Jahre lang gültig bleiben wird. Neptun/Pluto bedeutet einerseits die Auflösung (Neptun) bisheriger Orientierungen und Glaubenssysteme (Pluto) und andererseits das Entstehen neuer Orientierungen und Glaubenssysteme im kollektiven Bewusstsein, bzw. kollektiven Unterbewussten. Es geht also um die irdische Ideen- und Mentalitätsgeschichte. Näheres dazu erfahren wir von unseren beiden außerirdischen Besuchern EA und ZA, die übrigens, wie inzwischen aus gut informierten kosmischen Kreisen zu erfahren war, Einar und Zawinul heißen.

Einar: Ah, wie schön, wieder den Planeten Erde zu besuchen, auch wenn wir nur getarnt im Orbit schweben.
Zawinul: Ja, die Erde ist ein kosmisches Paradies, aber die Erdlinge schaffen es immer wieder, daraus eine Hölle zu machen.
Einar: Echt? Und warum machen die das?
Zawinul: Weil sie an Ideen glauben.
Einar: Was?! Die Erdlinge glauben an Ideen? Das ist ja vollkommen unfassbar! Ideen sind doch nur geistige Werkzeuge.
Zawinul: Eben, aber das checken die noch nicht. Die verwechseln nämlich immer wieder Ihre Ideen mit der Wirklichkeit. Heute ist in der Hinsicht übrigens ein wichtiger Tag, der 30. April 2017. Da jährt sich die Konjunktion von Neptun und Pluto von 1892 zum 125. Mal.
Einar: Und das ist wichtig für die Ideenwelt der Erdlinge?
Zawinul: Ja, die Konjunktionen von Neptun und Pluto, die nur ca. alle 500 Jahre zustande kommen, haben etwas mit der Ideen- und Mentalitätsgeschichte auf dem Planeten Erde zu tun. Die vorherige Konjunktion von 1399 fiel ungefähr mit dem Beginn der Frührenaissance in Italien zusammen. Da begann der Ausstieg aus dem Mittelalter. Und die Konjunktion von 1892 fiel ungefähr mit der 2. Industrialisierung zusammen, die damals von Deutschland ausging.
Einar fragt zögernd: Bevor wir da tiefer einsteigen – kann ich mir noch kurz ne Cola holen?
Zawinul angenervt: Etwa diese süße, klebrige, braune Kribbelplörre von der Erde?
Einar errötet und nickt verlegen.
Zawinul braust plötzlich auf: Na Du bist mir mal ein kosmisches Herzchen! Als Du das letzte Mal nur wegen so einer blöden Cola auf die Erde runter gebeamt bist, ist Dein Kommunikator ausgefallen. Und ich habe drei Tage lang gebraucht, bis ich Dich gefunden hatte. Und Dich aus diesem unterirdischen Gefängnis der CIA wieder raus zu holen, war super kompliziert.
Einar beißt sich frustriert und verärgert auf die Unterlippe und sagt dann resigniert: Okay, dann eben ohne Cola. Und wo ist jetzt das Horoskop?
Zawinul: Hier haben wir es.

 

NEPTUN-PLUTO 1892

 

Einar: Gütige Galaxis, aber da haben sie ja den Mars im Steinbock. Die fordern ja das Schicksal heraus.
Zawinul: Genau die wollen die Naturgesetze erobern und in den Griff bekommen, um dann mit dem Saturn in der Jungfrau die Naturgesetze in der Erscheinungswelt dazu zu nutzen, ihre Lebensbedingungen selber zu bestimmen.
Einar: Ganz schönes Risiko, das die da eingehen. Niemand tritt ungestraft auf Supermans Cape, – äh auf den Mantel des Titanen Kronos – wollte ich sagen.
Zawinul: Du sagst es.
Einar: Und wie nennt sich das Ganze?
Zawinul: Wissenschaftlich Technischer Materialismus – kurz WTM.
Einar: Aha, WTM also. Erklärst Du mir das bitte Mal?
Zawinul: Ja, die Inhalte des Potentials – hier des Mars – werden immer dort umgesetzt, wo die Sonne steht und die steht im Stier. Der Stier ist das fixe Erdzeichen, also geht es um die Materie.
Einar: Also deshalb Materialismus?
Zawinul: Genau und zwar auch deshalb, weil der Mars und der Saturn beide auch in Erdzeichen stehen. Und die Venus, die den Stier beherrscht, steht im Zwilling.
Einar: Und der Zwilling symbolisiert Wissenschaft und Technik?
Zawinul: Du sagst es.
Einar: Da schau mal, der Merkur, der den Zwilling beherrscht, steht im Widder. Der WTM ist also aggressiv!
Zawinul: Genau und dieser Merkur kann sich nur so bewegen, wie es der Mars im Steinbock das erlaubt. Das heißt, der WTM will die Naturgesetze nicht etwa nur zu seinen Zwecken nutzbar machen, sondern er stellt sich sogar gegen die Naturgesetze.
Einar: Wenn man sich gegen den Saturn – also gegen die Naturgesetze stellt – wird man maßlos, habe ich mal gehört.
Zawinul: Kann passieren, ist fast garantiert. Und schau mal – hast Du das Quincunx zwischen Merkur und Saturn gesehen?
Einar erschrocken: Auch Du kosmische Kacke! Das ist ein Aspekt für totale und nachhaltige Vereinsamung! Die glauben, sie wären getrennt vom Ganzen und allein.
Zawinul: Ca. 7 Milliarden Menschen auf diesem wunderschönen kleinen Planeten, die glauben sie wären getrennt vom Ganzen und allein. Hast Du schon mal irgendwo in der Galaxis 7 Milliarden Planetenbewohner einer einzigen Spezies auf einem Haufen gesehen, die mehrheitlich glauben, sie wären getrennt und allein.
Einar: Nö, habe ich noch nie! Sag mal Zawinul, könnte es sein, dass der WTM die Menschen voneinander trennt?
Zawinul: Die Trennung setzt da tatsächlich sehr früh ein, Einar. Denn der WTM glaubt, dass man nur dann zu gültigen „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen gelangt, wenn man Subjekt und Objekt trennt. Also wenn man „ganz objektiv und neutral“ an die Dinge heran geht, auch an andere Lebewesen. Das funktioniert natürlich nicht, denn Subjekt und Objekt und deren Beziehung existieren ja in jedem Augenblick gemeinsam.
Einar: Komische Sichtweise, die diese Erdlinge da haben.
Zawinul: Du sagst es.
Einar: Aber es muss doch auch etwas Positives geben, komm wir schauen noch mal genauer ins Horoskop.
Zawinul: Okay, bitteschön.

 

NEPTUN-PLUTO 1892

 

Einar: Da schau mal, das ist doch richtig schön. Da haben sie ein Quincunx zwischen Venus und Mars, das sieht doch echt sexy aus und hat als Quincunx auch noch so richtig nachhaltige Konsequenzen.
Zawinul: Das hast Du gut beobachtet. Zur Zeit der Konjunktion von Neptun und Pluto 1892 gab es ungefähr 1.500 Millionen Menschen auf der Erde, heute sind es 7.000 Millionen, also 7 Milliarden. Das ist eine Vermehrung um 466,66%, also fast das Fünffache in nur 125 Jahren. Davor haben sie fast 3.000 Jahre gebraucht, um auf 1.500 Millionen anzuwachsen.
Einar erschrocken: Ach, so schnell ist das gegangen?
Zawinul: Ja, dank des WTM können eben auch viel mehr Menschen ernährt werden, als mit den traditionellen Verfahren von Ackerbau, Viehzucht, Jagd, Fischfang usw. Die beuten den Planeten aus, als hätten sie einen Ersatzplaneten im Kofferraum.
Einar: Die werden ja rasend schnell immer mehr. Hoffentlich kriegen die ihren Trip wenigstens einigermassen auf die Reihe, bevor die auch noch in andere Sonnensysteme fliegen.
Zawinul: Ja, das hoffe ich auch. Weißt Du was das Schlimmste ist? Die haben da den alten Mondknoten im Skorpion und den Pluto im Zwilling. Die glauben alle, sie müssten ständig funktionieren. Und sie glauben an den Intellekt.
Zawinul grinst verächtlich.
Einar: Meine Herren galaktischer Gesangsverein! Ja und die Lösung?
Zawinul: Mit dem neuen Monknoten im Stier und der Venus im Zwilling müssten sie lernen, bei allem Fortschritt im echten und tiefsten Sinne wertkonservativ zu denken. Also nicht wegen jedem kleinen Fortschritt immer gleich das Kind mit dem Bad aus zu schütten. Sondern die Schöpfung und auch die Errungenschaften ihrer früheren Kulturen bewahren und die Weltbevölkerung als EINE einzige Gemeinschaft an zu sehen.
Einar: Meinst Du, die checken das?
Zawinul: Ein paar tun das schon. Hoffentlich werden es noch mehr.
Einar: Und da, der Mond im Krebs. Was bedeutet der?
Zawinul: Der Mond steht in seinem eigenen Zeichen, der wandelt sich aus sich selbst und durch sich selbst zu neuen Stufen seiner selbst.
Einar: Wie war das noch mal im Mittelteil?
Zawinul: Der Mond symbolisiert das Seelische und das verwandelt sich hier aus sich selbst und durch seine eigenen Ausdrucksformen, also durch Träume, Tagträume, Phantasien usw. Die Menschheit im MTW träumt.
Einar: Das haben die doch auch kollektiv und technisch oder? Die leben doch auch kollektive Träume, Tagträume, Phantasien usw., also z. B. im Kino, Fernsehen, Internet, auf Facebook und in anderen sozialen Medien.
Zawinul: Ja stimmt und die Musik ist zum Teil unglaublich gut. Manchmal denke ich, die irdische Musik ist die Beste in der ganzen Galaxis.
Einar: Au ja, komm Zawinul. Wir surfen im irdischen Internet! Und wir hören irdische Musik. Die hatten da einen superguten Musiker. Der hat so richtig planetarische Musik gemacht. Und jetzt rate mal wie der hieß? Der hieß Joe Zawinul!!!
Zawinul: Ach echt? Das wusste ich ja noch gar nicht.
Einar: Und ich hol uns noch ne Cola.
Zawinul ist kurz davor, einen Wutanfall zu bekommen.
Einar: Kleiner Scherz, keine Sorge, ich hol uns natürlich eine Flasche von dem guten sirianischen Champagner.

Soweit der zweite astrologische Dialog unserer außerirdischen Besucher Einar und Zawinul.

Uns Allen Alles Gute

Vincento

 30. April 2017  Veröffentlicht von um 19:58  Allgemein, Astrologie, Rundbriefe, Notizen und Essays Tagged with: , ,  Kommentieren

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